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Interview Herbst/Winterblues - saisonale Depression

28.11.200712:25 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Die Tage sind kurz und dunkel - die Stimmung sinkt. Das schlägt ganz schön aufs Gemüt. Viele Menschen leiden jetzt am Herbst- und Winterblues - also an saisonaler Depression.



Frage:

Hallo Frau Mickelat, was bedeutet "Herbstblues"? Woran erkenne ich, dass ich eine Herbstdepression habe?

Mickelat:

Auffallende Symptome sind fehlender Antrieb, man ist am Tag sehr müde, kaputt und unkonzentriert und es besteht ein hoher Schlafbedarf. Oder man schläft sehr schlecht und hat oft Heißhunger auf Süßes.

Frage:

Und was ist die Ursache?

Mickelat:

Die Ursache ist Lichtmangel. In der Herbst- und Winterzeit muss unser Körper mit anderen Lichtverhältnissen klarkommen und deshalb entsteht - meist im November/Dezember dieser "Herbstblues". Die Mediziner nennen das eine saisonale Depression, weil die Krankheit im Herbst/Winter auftritt und im nächsten Frühjahr wieder verschwindet.

Frage:

Was passiert da genau in unserem Körper?

Mickelat:

Während der langen Dunkelheit produziert unser Körper das Hormon Melatonin. Das macht uns schlapp und müde.

Frage:

Leiden denn alle Menschen gleichermaßen an diesem Herbstblues?

Mickelat:

Nein, zum Glück nicht. Experten haben herausgefunden, dass hauptsächlich Erwachsene betroffen sind - und in der Mehrzahl sind es Frauen.

Frage:

Nun macht es ja keinen Sinn, dass ich rund ein halbes Jahr den Kopf in den Sand stecke, weil ich den Herbst/Winterblues habe.
Kann ich konkret was dagegen tun, damit es mir besser geht?

Mickelat:

Meist genügt ein täglicher Spaziergang von einer halben Stunde - und das bei jedem Wetter. Denn Tageslicht hat eine gute antidepressive Wirkung auf unseren Organismus. Dazu muss gar nicht die Sonne scheinen - auch das Licht eines Regentages ist stark genug. Es wird über die Augen aufgenommen und direkt ins Gehirn transportiert.

Frage:

Gut, Bewegung an der frischen Luft ist das Eine. Welche weiteren Möglichkeiten gibt es noch?

Mickelat:

Hilfreich ist es, Kleidung in fröhlichen, frischen Farben zu tragen. Das wirkt belebend und die Stimmung ist positiv. Auch schöne Musik, eine Duftlampe mit dem Lieblingsduftöl, ein entspannendes Bad oder aromatischer Tee verbessern die Laune.

Frage:

Hilft denn der Gang ins Sonnenstudio?

Mickelat:

Leider nicht. Der Gang ins Solarium hilft über den Herbstblues nicht hinweg, denn auf der Sonnenbank werden die ultravioletten Lichtstrahlen nur über die Haut aufgenommen. Die "Gute-Laune-Produktion" startet aber erst dann, wenn Licht über die Augen aufgenommen und ins Gehirn transportiert wird.

Frage:

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf unser Wohlbefinden?

Mickelat:

Ja, einen großen Einfluss, denn die richtige Ernährung macht uns immun gegen den Herbst/Winterblues. Eisenhaltige Nahrung hält uns fit, leistungsfähig und sorgt für gute Konzentration. In Roter Bete, Nüssen und Rosenkohl ist zum Beispiel viel Eisen. Magnesiumhaltiges Essen beugt Stress vor und halt uns in der Balance. Vor allem in Milch- und Vollkornprodukten, in Bananen und Geflügel ist viel Magnesium.
Auch Sushi kann für gute Laune sorgen, da in dem Fisch viel Jod enthalten ist.

Frage:
Es heißt, dass -insbesondere- Zartbitterschokolade glücklich macht. Kann ich damit auch die saisonale Depression bekämpfen, indem ich mich ab und an dem süßen Genuß hingebe?

Mickelat:

Schokolade ist tatsächlich für die Seele gut, denn sie enthält den Botenstoff Serotonin, der im Gehirn gute Laune auslösen kann.

Frage:

Und wenn aber alles nicht mehr hilft und die Stimmung im Keller ist?

Mickelat:

Wenn die Beschwerden anhalten und die Lebensqualität sehr eingeschränkt ist, sollte der Haus- oder Facharzt aufgesucht werden, der die Symptome behandelt. Dabei kann durchaus Psychopharmaka notwenig sein. Die Palette reicht von Johanniskraut bis Antidepressiva. Auch eine Lichttherapie kann hilfreich sein. Das heißt: Der Betroffene sitzt täglich vor einer speziellen Lampe, die so hell wie das nachempfundene Sonnenlicht ist. Schon nach ein paar Tagen geht es dem Patienten besser und die Symptome der saisonalen Depression nehmen deutlich ab.

Das waren Tipps der Techniker Krankenkasse, wie man seelisch gut durch die graue und dunkle Jahreszeit kommt.

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