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Gefährliche Osteoporose-Therapie

02.09.200918:01 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Gefährliche Osteoporose-Therapie
HPP Deutschland e.V.
HPP Deutschland e.V.

(openPR) Würzburg – der Bundesverband HPP Deutschland e.V. weist darauf hin, dass die klassischen Behandlungsmethoden gegen Osteoporose bei anderen Formen des Knochenschwunds unter Umständen gefährliche Nebenwirkungen haben können.



Immer wieder wenden sich beispielsweise Patienten mit der Knochenstoffwechselstörung Hypophosphatasie (HPP) an den deutschsprachigen Patientenverband für diese Erkrankung und berichten, dass sie oft jahrelang vergeblich mit Kalzium und Vitamin D (der klassischen Osteoporose-Therapie) behandelt wurden. Dies führte jedoch nicht nur zu keiner erkennbaren Verbesserung ihres Zustandes – sondern in einigen Fällen sogar zu einer Verschlechterung.

Die Ursache hierfür erklärt Gerald Brandt, Vorsitzender von HPP e.V. folgendermaßen: „Bei der Hypophosphatasie verfügt der Körper eigentlich über genügend Kalzium und Phosphor. Diese können aber nicht in die Knochen eingelagert werden, weil den Patienten ein dazu notwendiges Enzym – die alkalische Phosphatase – fehlt. Die zusätzliche Zufuhr von Kalzium und Phosphor führt also zu einem massiven Überschuss dieser Mineralien, der für die Betroffenen schwerwiegende Konsequenzen haben kann.“

Die überschüssigen Mineralien reichern sich im Blut an, verbinden sich zu Kristallen und lagern sich in den unterschiedlichsten Geweben ab. In den Knochen und Gelenken führen diese Kristalle zu starken Entzündungen (Osteitis, Arthritis), bei vielen HPP-Patienten zeigt sich überdies eine ausgeprägte Muskelschwäche, da die Muskulatur regelrecht „versalzen“ kann. Am schwersten wiegt jedoch eine Ablagerung in den Nieren, die auf diese Weise verkalken und somit immer mehr ihrer natürlichen Filterleistung einbüßen. Im schlimmsten Fall droht ein komplettes Nierenversagen. Auch eine schleichende Verstopfung von Blutgefäßen ist nach derzeitigem Wissensstand nicht auszuschließen.

Da die HPP oft erst im mittleren Lebensalter (45 – 60 Jahre) auftritt und dann auf den ersten Blick leicht mit einer Osteoporose verwechselt werden kann (Knochenbrüche, Schmerzen, Wirbelkörperschäden), kommt es leider immer wieder zu folgenschweren Fehldiagnosen.

HPP Deutschland e.V. empfiehlt deshalb bei allen Fällen einer Knochenschwäche mit unklarer Ursache (oder bei Fällen, in denen die herkömmliche Osteoporose-Behandlung keinen Erfolg zeigt) die zusätzliche Beratung mit dem Hausarzt, der die alkalische Phosphatase in der Regel routinemäßig bestimmt. Bei Erwachsenen sollte dieser Wert nicht unter 50 Einheiten (U/l) liegen. Falls doch, ist eine genauere Abklärung sinnvoll.

Denn: Nicht jede Knochenschwäche ist eine Osteoporose.

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