(openPR) Osteoporose, im Volksmund oft als Knochenschwund bezeichnet, ist die häufigste Knochenerkrankung in Deutschland. Rund acht Millionen Menschen leiden hierzulande an der Volkskrankheit. Häufig unterschätzen Betroffene die damit einhergehenden Risiken. Die Hohenfeld-Kliniken informierten deshalb gestern beim ersten Osteoporose-Nachmittag über Folgen der Erkrankung und zeigten Wege zum Umgang mit Osteoporose auf.
Knochenfreundliche Ernährung
„Häufig wissen Betroffene nicht, dass mit Osteoporose ein erhöhtes Sturzrisiko einhergeht und damit auch die Gefahr von Knochenbrüchen erheblich zunimmt“, so der Osteoporose-Experte Prof. Dr. Diethard M. Usinger, Ärztlicher Leiter der Abteilung Orthopädie der Hohenfeld-Kliniken. „Aufklärung ist deshalb wichtiger Bestandteil unserer Therapie.“ Bewegung könne die Gefahr von Stürzen mindern, da sie den Knochen über die Muskeln stimuliert und so den Knochenaufbau unterstützt. Wichtig sei außerdem die ausreichende Zufuhr von Vitamin D. Dies könne der Körper zwar durch das „Tanken von Sonnenstrahlen“ selbst produzieren, allerdings ist gerade bei älteren Menschen häufig die dafür erforderliche Stoffwechselleistung der Haut eingeschränkt. Eine Ergänzung der Nahrung um Vitamin D-reiche Produkte wie etwa Champignons oder Steinpilze oder auch in Form von Tabletten sei daher sinnvoll, so der Experte. Wichtig sei außerdem die richtige Dosierung von Kalzium. Für eine „knochenfreundliche Ernährung“ sorgen beispielsweise kalziumreiche, aber natriumarme Mineralwasser sowie das Würzen der Speisen mit Kräutern. Natrium fördert die Ausscheidung von Kalzium. Daher sollten weniger als 20 mg Natrium pro Liter enthalten sein.
Nicht nur Erkrankung des Alters
Osteoporose sei nicht allein eine Erkrankung des Alters, betont Dr. Usinger. Zwar leiden 95 Prozent der Betroffenen an der sogenannten primären Osteoporose, die nicht aufgrund anderer Erkrankungen auftritt und meist auf einen beschleunigten Knochenabbau zurückzuführen ist, allerdings gewinne das Wissen um zusätzliche Risikofaktoren an Bedeutung. So können auch bestimmte Therapien bei Brustkrebs, Magengeschwüren oder Depressionen sowie Diabetes mellitus Typ I zu Osteoporose führen.
Therapie in den Hohenfeld-Kliniken
„Unser therapeutisches Konzept berücksichtigt immer die individuellen Bedürfnisse des Patienten. Um zunächst den Schweregrad der Erkrankung feststellen und daraus die bestmögliche Therapie ableiten zu können, setzen wir auf den Einsatz von Knochendichtemessungen“, so Dr. Usinger. Hierfür verfügt die Klinik über ein eigenes Gerät, mit dem jährlich rund 700 Patienten untersucht werden. Eckpfeiler der Therapie seien neben persönlicher Betreuung und Beratung, Bewegung, Ernährung und die richtige Medikation. Als neue Therapiemöglichkeit steht der Klinik seit kurzem die Vibrationsplattform Galileo zur Verfügung. Diese regt mit wippenden Bewegungen die Rückenmuskulatur an. Das Ziehen der Muskeln wiederrum fördert den Knochenaufbau. Die Hohenfeld-Kliniken sind seit mehr als 30 Jahren auf die Behandlung von orthopädischen Erkrankungen spezialisiert und wurden jüngst als erste Rehabilitationseinrichtung in Hessen vom Dachverband Osteologie e.V. (DVO) als „Klinisch osteologisches Schwerpunktzentrum“ zertifiziert.











