(openPR) 95 Jahre Ausbruch des 1. Weltkrieges – der Volksbund erinnert und mahnt
Volksbundpräsident Reinhard Führer mahnt zu Frieden und Versöhnung: „Die Gräber des 1. Weltkrieges mahnen noch heute zum Frieden und die gemeinsame Pflege dieser Kriegsgräberstätten ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil der Völkerverständigung.“
Vor fünfundneunzig Jahren, am 1. August 1914, erklärte das Deutsche Reich als Bündnispartner Österreich-Ungarns Russland den Krieg und am 3. August 1914 Frankreich. Damit begann ein Völkerringen ungeahnten Ausmaßes. Marne, Tannenberg, Somme, Verdun haben bis heute nichts von ihrem Schrecken eingebüsst. Sie wurden zu Synonymen für menschenverachtendes Massensterben. Materialschlachten, Gas- und Stellungskrieg und nicht zuletzt der Krieg in der Luft oder mit U-Booten brachten eine neue schreckliche Qualität, eine Potenzierung des Grauens. Nach vier Jahren Völker schlachten hatte der 1. Weltkrieg rund 10 Millionen Menschenleben gefordert. Allein fast zwei Millionen Deutsche waren für „Gott, Kaiser und Vaterland“ gefallen – oft fern der Heimat. Die Registrierung, Umbettung und Pflege der vielen Kriegsgräberstätten war zuviel für die Weimarer Republik.
Volksbund – die genutzte Chance auf Versöhnung
Vor neunzig Jahren legten deshalb acht Männer um Heinrich Straumer, den späteren Architekten des Berliner Funkturms, den Grundstein für eine Organisation, die sich nicht nur der Pflege der Kriegergräber sondern der Versöhnung der Völker verpflichtet fühlt. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sollte auf Basis des Artikels 225 des Versailler Vertrags zunächst die deutschen Kriegsgräber im Ausland pflegen und erhalten, sowie bei der Identifikation unbekannter Gefallener helfen.
Im Sinne dieser Tradition ist der Volksbund noch heute tätig. Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Darüber hinaus betreut der Volksbund Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und er fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.
Mehr als 12.000 Jugendliche nehmen jedes Jahr an den Jugendreisen des Volksbundes in ganz Europa teil. Sie werden in den Workcamps dadurch nicht nur aktiv mit ihrer eigenen Geschichte vertraut gemacht, sondern lernen während diese Friedensarbeit Jugendliche aus anderen Ländern kennen. „Versöhnung über den Gräbern ist beim Volksbund mehr als nur ein geflügeltes Wort. Sie ist Realität und dafür arbeiten wir jeden Tag“, erklärt Reinhard Führer, Präsident des Volksbundes.













