(openPR) "Weder ist Unterhaltung Zerstreuung, deren Artefakte uns nur über tote Zeit hinweghelfen, noch ist sie Kunst, die uns zwar alles mögliche, das aber unbedingt, gibt. Unterhaltung sagt sozusagen: 'Ich wasch dir den Pelz und mach dich nicht nass.'" So beschreibt Deutschlands einziger Professor für Populäre Kultur Hans-Otto Hügel den 'Vorrat an Erfahrungen', den man mit unterhaltenden Medien sammeln kann.
Hans-Otto Hügel unternimmt in seinen Arbeiten mit der Formel von der 'ästhetischen Zweideutigkeit' den Versuch, der Unterhaltung im Besonderen und der Populären Kultur im Allgemeinen genau die Spannung zurückzugeben, die ihr sowohl von ihren Verächtern, als auch von vielen Medienwissenschaftlern und Medienpädagogen abgesprochen wird. Er hat stets einen unkonventionellen Blick auf Unterhaltung gewagt und selbst – als langjähriger Literatur- und Medienexperte bei Wim Thoelkes Der große Preis – die Grenze zwischen Theorie und Praxis überschritten.
Der Band Die Zweideutigkeit der Unterhaltung vereint in Anlehnung an Hügels Forschung so vielfältige Themen wie die Flut von Kochsendungen im deutschen Fernsehen, die Kommerzialisierung der Neuen Deutschen Welle, James Bonds Rolle als Indikator gesellschaftlicher Veränderungen, einen unvollendeten Roman von Friedrich Schiller oder Trickfilme aus Legosteinen.
Autoren dieses Bandes sind Udo Göttlich, Werner Greve, Barbara Hornberger, Christian Kortmann, Stefan Krankenhagen, Stephen Lowry, Kaspar Maase, Mathias Mertens, Eggo Müller, Jörg-Uwe Nieland, Stephan Porombka, Felix Reisel, Ingrid Tomkowiak und Volker Wortmann.
Titelinformation
Udo Göttlich / Stephan Porombka (Hrsg.)
Die Zweideutigkeit der Unterhaltung.
Zugangsweisen zur Populären Kultur
2009, 248 S., 1 Abb., Broschur, 213 x 142 mm, dt.
ISBN 978-3-938258-95-8












