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Lokale Leser, lokale Nutzer – Lokaljournalismus im empirischen Vergleich

18.02.201109:30 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Lokale Leser, lokale Nutzer – Lokaljournalismus im empirischen Vergleich

(openPR) Lokales ist wichtig, Lokales ist gefragt. Lokale Inhalte sind das wichtigste Verkaufsargument für regionale Tageszeitungen überhaupt. Der in den letzten Jahren unter dem Schlagwort "Zeitungskrise" hitzig diskutierte Auflagenschwund von Tageszeitungen macht deutlich: Nirgendwo ist diese Krise größer als im Lokalen, einer über Jahrzehnte stabilen Nische für oft familiengeführte mittelständische Medienunternehmen.



Lokalverlage gehören zu den größten Arbeitgebern für Journalisten im Land und Abonnementzeitungen gelten noch immer als wichtigste Quelle für lokale Informationen. Doch diese Quelle hat ein Problem: Immer weniger Menschen zapfen sie an. Sinkende Abo-Zahlen, ein kompliziertes Online-Geschäft und ein Bündel möglicher Erklärungen: Ohne eine systematische Aufarbeitung von Strukturen und Vorlieben der eigenen Leser und Nutzer dürften lokale Verlage einer schwierigen Zukunft entgegengehen. Für die zahlreichen kleinen deutschen Lokal- und Regionalverlage sowie die großen Verlage mit lokalen Aktivitäten wie Springer und DuMont sind die ökonomischen Folgen gravierend, speziell die Anzeigenerlöse stehen massiv unter Druck.

Schon länger setzen deutsche Lokalverlage zunehmend auf das Internet. Sie hoffen auf neue Zielgruppen, bessere Kundenbindung, den positiven Effekt auf den Verkauf der Printausgabe und Imagegewinne. Doch trotz steigender Nutzeraktivitäten steht das Online-Angebot der Verlage nicht an vorderster Stelle der Userpräferenzen. Deren Interessen beziehen sich weniger auf Regionales als auf das aktuelle Geschehen in Deutschland und der Welt. Die Ursachen der "lokalen Krise" sind bisher kaum medienübergreifend systematisch beleuchtet worden. Der Vorwurf, Lokalverlage würden, von den Erfolgen der Vergangenheit verwöhnt, behäbig mit Rezepten von gestern auf die Herausforderungen von heute reagieren, ist so pauschal nicht haltbar: Längst klingt der Schlachtruf "Online First" auch rheinisch, schwäbisch oder bayerisch.

Im nun im Herbert von Halem Verlag erscheinenden Band Lokale Leser. Lokale Nutzer stellt Autor Daniel Chmielewski anhand einer empirischen Studie unter 3000 Lesern und Nutzern der Ruhr Nachrichten den Zusammenhang zwischen der Lust an der lokalen Information und dem Sinn für die eigene "Heimat" dar und belegt, wie wichtig Ortsbindung für das Interesse an lokalen Inhalten ist. Unter diesem Blickwinkel erscheinen auch lange diskutierte Fragen in neuem Gewand: Verdrängen neue Medien alte oder definieren sie nur ihre Funktionen um? Inwiefern kannibalisieren die neuen lokalen Nachrichtenportale die althergebrachte Lokalzeitung? Oder stützen sie diese sogar? Wie wichtig ist Lokales heute für Zeitungsleser – und wie wichtig im Vergleich dazu für die Nutzer lokaler Nachrichten-Sites? Wie sind die Wünsche und Bedürfnisse des lokalen Publikums?

Nachdem immer mehr Menschen das Internet in ihren Lebensalltag integriert haben, haben crossmediale Studien in der Kommunikationswissenschaft Konjunktur. Für den deutschsprachigen Raum gibt es keine neuere veröffentlichte Untersuchung, die das Verhältnis von Ortsbindung und lokalem Interesse thematisiert. Zwischen beiden Polen existiert ein Spannungsfeld, in dem diese Untersuchung angesiedelt ist.

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