(openPR) Wissen ist der Motor der Wirtschaft, der Arbeits- und Lebensstil der „Digital Natives“ hält Einzug in Unternehmen und die wachsende Zahl selbständiger Projektarbeiter organisiert sich zunehmend in Co-Working-Spaces und temporären Teams. Unter diesen Vorzeichen steht das herkömmliche Büro auf dem Prüfstand. Im Auftrag der Kölnmesse befragten die Zukunftsforscher von Z_punkt rund 2.200 Besucher der führenden Messe für Büro- und Objektgestaltung Orgatec, was Büronutzer und Entscheider von zukünftigen Arbeitswelten erwarten und in welchen Arbeitsumgebungen sie tatsächlich arbeiten wollen. Die Studie „Ultima Office. Bürovisionen“ fasst nun die Ergebnisse des Projekts zusammen und zeigt die wichtigsten Innovationsfelder für die Bürobranche auf. Konzipiert als bislang größter kollektiver Think Tank zum „Büro der Zukunft“ steht das Projekt exemplarisch für einen offenen Zukunftsdialog mit Nutzern und Stakeholdern, um frühzeitig Innovationsimpulse für Branchen und Unternehmen zu identifizieren.
Studie: Ultima Office. Bürovisionen
Das funktionale Hightech-Büro hat offenbar ausgedient. Natur, Nachhaltigkeit und Sinnlichkeit gehört die Zukunft. So lautet ein zentrales Ergebnis der Studie. Der Wunsch nach einer natürlicheren Umgebung am Arbeitsplatz geht einher mit der Erwartung, dass Stress in der Wissensgesellschaft weiter zunehmen wird, Arbeitsbedingungen flexibler werden und mehr Selbstorganisation und Eigenengagement gefordert werden. „Hinter der Sehnsucht nach mehr Natur und Wohlfühlatmosphäre im Büroalltag steckt ein Bedürfnis, das sich unter dem Stichwort „Multisensualität“ am besten fassen lässt: Die Menschen wollen angesichts der zunehmenden Immaterialität der Arbeit mit allen Sinnen angesprochen werden“, fasst Andreas Neef, Geschäftsführer von Z_punkt, die Ergebnisse zusammen.
Unter Berücksichtung von langfristigen Trends in Wirtschaft und Gesellschaft identifiziert Z_punkt in der Studie drei zentrale Innovationsfelder für das Büro von morgen. Büroinnovationen entstehen demnach erstens an der Schnittstelle von Öffnung und Rückzug: Auf der einen Seite fördert unternehmens- und abteilungsübergreifende Arbeit eine lebendige Innovationskultur, während für wissensintensive Arbeit Rückzugsräume und Konzentrationsfähigkeit immer wichtiger werden. Zum zweiten müssen sich zukünftige Arbeitsumgebungen daran messen lassen, wie sie hochflexible Arbeitsformen in den Unternehmen mit den individuellen Bedürfnissen und unterschiedlichen Mentalitäten der Mitarbeiter in Einklang bringen. Zum dritten sollten sich Unternehmen und Büroplaner an der Frage orientieren, wie eine Büroumwelt aussieht, die auch die Sinne anspricht und eine Atmosphäre der Vertrautheit schafft.
Zukunftsdialoge als Quelle der Inspiration
Kernelement des Projekts „Ultima Office. Bürovisionen“ war ein Open-Foresight-Prozess während der Messe Orgatec im Herbst 2008: Begehbare Videoboxen und eine strukturierte Online-Befragung dienten zur Erhebung von Datenmaterial, das live auf der Messe ausgewertet und in Foren diskutiert wurde. „Gerade Messen müssen heute mehr leisten, als nur Hallen zur Verfügung zu stellen. Ein offener und kreativer Zukunftsdialog inspiriert und liefert Innovationsimpulse. So wird ein Mehrwert für Aussteller als auch Besucher geschaffen“, fasst Neef die Erfahrungen aus dem Projekt zusammen.
Weitere Infos und Video-Interview:
http://www.z-punkt.de/arbeit.html








