(openPR) "The Times": Wisnewski-Recherchen über Haider-Tod „peinlich“ für österreichische Behörden
München, 6. Juli 2009. Gerhard Wisnewskis Recherchen über den Tod Jörg Haiders ziehen immer weitere Kreise. Der Kärntner Landeshauptmann soll am 11. Oktober 2008 bei einem Alkohol-Unfall ums Leben gekommen sein. Jetzt widmete sogar die Londoner "Times" dem Thema eine halbe Seite. Ihr Fazit: Die Fragen zum angeblichen Unfall des Politikers seien "peinlich für die österreichischen Behörden".
"Investigativer Journalist präsentiert Mord-Theorie über den Tod von Jörg Haider", lautete die Headline auf der Website der Londoner "Times" am 4. Juli 2009. Die Druckausgabe vom selben Datum widmete dem Thema eine halbe Seite. Damit reihte sich das britische Leitblatt in den internationalen Reigen der Berichterstattung ein, der von Italien über Kroation, Rumänien und Osterreich, die Tschechische Republik und die Türkei nun eben auch bis nach Großbritannien reicht. Nur die deutschen Medien schweigen bis auf ganz wenige Ausnahmen eisern.
"Der Druck, die Untersuchung seines Todes wieder aufzunehmen, steigt", schreibt die "Times" über das ebenso plötzliche wie politisch opportune Ableben von Jörg Haider:
"Und mindestens ein investigativer Reporter fragt, ob der 58 Jahre alte Politiker ermordet wurde. 'Es gibt zu viele offene Fragen', sagt Gerhard Wisnewski, Autor des Buches Jörg Haider - Unfall, Mord oder Attentat?, das sich in Österreich nach seinem Start am letzten Dienstag schnell verkaufte. 'Nach acht Monaten Recherche bin ich davon überzeugt, dass Haider höchstwahrscheinlich Opfer eines politisch motivierten Attentates wurde.'"
Zwar würden weder die Haider-Familie noch Haiders politische Freunde so weit gehen, schreibt die "Times". Dennoch hätten auch sie diese Woche einen genaueren Blick auf den Todesfall Haider gefordert: "Dieser Fall muß von einem unabhängigen Staatsanwalt neu untersucht werden", zitiert das Blatt Haiders ehemaligen Pressesprecher Stefan Petzner, der für den Fall, dass das Justizministerium dem nicht nachkomme, ein Referendum angedroht habe. Auch Haiders Witwe Claudia habe in den kritischen Chor eingestimmt.
Haider soll in der Nacht zum 11. Oktober 2008 alkoholisiert mit seinem VW Phaeton einen tödlichen Unfall gebaut haben. Nur wenige Tage vor seinem Tod habe Haider eine Versöhnung zwischen den beiden nationalistischen Parteien FPÖ und BZÖ ausgehandelt, was für ein Comeback der extremen Rechten in Österreich hätte stehen können, so die "Times", die nachfolgend diverse von Wisnewski aufgedeckte Unstimmigkeiten im Fall Haider aufzählt.
"Es freut mich sehr, daß nun auch so prominente Blätter wie die Times den Fall aufgreifen", sagte Gerhard Wisnewski selbst zu dem Artikel: "Die jetzige Aufmerksamkeit für das Thema ist die letzte Chance, diesen dubiosen Todesfall aufzuklären. Dabei geht es nicht allein um die Person des Herrn Haider, es geht ums Prinzip - es geht um viele Andere, die möglicherweise schon umgebracht wurden und Andere, die noch folgen könnten."
"Die Fragen werden langsam peinlich für die österreichischen Behörden", konstatiert die "Times" am Schluß ihres Berichts: "Sie schlossen deshalb gestern schon mal die Reihen: 'Jeder, der glaubt, im Besitz neuer Fakten zu sein, ist herzlich eingeladen, uns diese zu präsentieren', sagte ein Sprecher der Klagenfurter Staatsanwaltschaft."
Jörg Haider. Unfall, Mord oder Attentat?
Gebunden • 272 Seiten • Deutsch • 19,95 EUR
Autor: Gerhard Wisnewski
Verlag: Kopp Verlag e. K. (Juni 2009)
ISBN-10: 3938516909 ISBN-13: 978-3938516904











