(openPR) München / Kopenhagen, 30 Juni 2009 – Bei der diesjährigen Sommer Konferenz der Danish Research Unit für Industrial Dynamics (DRUID) wurden drei Forscher der Fakultät für Betriebswirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) für ihre herausragenden Arbeiten ausgezeichnet.
Prof. Tobias Kretschmer und Thorsten Grohsjean wurden mit Ihrer Studie über „Product Line Extensions in Hypercompetitive Environments – Evidence From the US Video Game Industry“ mit dem DRUID Best Paper Award 2009 prämiert. Im Rahmen ihrer groß angelegten Studie untersuchten die beiden Forscher die Treiber von Produktlaunchentscheidungen in einem sehr dynamischen aber auch stark fragmentierten Umfeld: nämlich am Beispiel der US Videospielindustrie. Hierzu wurden mehr als 3400 Spielelaunches unter die Lupe genommen. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass Firmen Produkte in ihrer starken Marktnische mit Bedacht herausbringen, um ihre Erfolge nicht zu kannibalisieren. Überschüssige Ressourcen werden von Firmen dazu genutzt schwächere aber bereits etablierte Marktnischen auszubauen. Es wurde auch deutlich, dass viele Anbieter die Strategie verfolgen, ihre Konkurrenten in deren eigenen, starken Nischen anzugreifen. Diese „Angriffs-Strategie“ erfolgt oft auch in mehreren Nischen gleichzeitig. Dies könnte laut den beiden Forschern eine Erklärung für den volatilen und stark fragmentierten Charakter der Videospielindustrie sein.
Oliver Baumann wurde in Kopenhagen für seine Dissertation „ Problem Solving in Complex Systems: Essays on Search, Design, and Stragegy“ ebenfalls ausgezeichnet – mit dem DRUID Best Dissertation Award 2008/09. In seiner Arbeit beschäftigt sich Oliver Baumann mit komplexen Organisationen und Produkten. Mithilfe von Simulationsmodellen untersucht er dabei, wie gut sich verschiedene Problemlösestrategien und Organisationsstrukturen dafür eigenen, mit Komplexität umzugehen.









