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Studie zu den Auswirkungen von ICT auf Wirtschaft und Gesellschaft

17.11.201014:37 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) München / Zürich, 17.11.2010
Neue Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) und ICT-basierte Innovationen können ganze Branchen verändern. ICT-Anwendungen wirken also als Motor für wirtschaftliche Neuerung und als Katalysator künftiger Entwicklungen. Welche Branchen davon besonders profitieren, zeigt eine Studie des Instituts für Kommunikationsökonomie (ICE) an der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Marktforschungs- und Strategieberatungsunternehmens zehnvier aus Zürich.


Der volkswirtschaftliche Einfluss von ICT ist erheblich. In einer Wertschöpfungsrechnung zeigen das Institut für Kommunikationsökonomie und zehnvier, dass im Verlauf der nächsten fünf Jahre in Deutschland im Dienstleistungssektor durch ICT eine Steigerung der Wertschöpfung von durchschnittlich 1.2 Prozent pro Jahr erzielt werden wird. Insbesondere im Dienstleistungssektor scheint das Potential für ICT-getriebene Umsatz- und Effizienzsteigerungen noch nicht ausgeschöpft. „Zusätzlich zum erwarteten Zuwachs der Bruttowertschöpfung werden durch vermehrte Nutzung von ICT aber auch die Kosten in Betrieben erheblich sinken“, hält Prof. Dr. Clemens Koob, Managing Director von zehnvier fest. In den Dienstleistungsbranchen zeigen sich dabei tendenziell höhere Einsparungspotentiale als im produzierenden Gewerbe. Die erwarteten Kostensenkungen in den kommenden fünf Jahren liegen zwischen 12.0 Prozent (Gesundheit, Medizin und Soziales) und 16.7 Prozent (Versicherungen).
Ein wesentlicher Teil der Kostensenkungen wird aber nicht wie in der ersten Welle der ICT-basierten Rationalisierung(en) auf der Substitution des Inputfaktors Mensch durch verschlankte und zunehmend automatisierte Produktionsprozesse basieren. Besondere Bedeutung wird stattdessen die effizientere Nutzung natürlicher Ressourcen wie Energie und der vermehrte Einsatz von standortübergreifenden Kommunikationstechnologien haben.
„Die zweite Welle des verstärkten ICT-Einsatzes wird stärker als bisher auch positive gesellschaftliche Nebeneffekte nach sich ziehen“, so Prof. Dr. Tobias Kretschmer, Leiter des Instituts für Kommunikationsökonomie an der LMU München. Verringerter Ressourcenverbrauch und geringere Umweltbelastung wurden von 61.5 Prozent der Befragten als wichtige Effekte der „Green IT“ genannt. Verbesserte Möglichkeiten zur virtuellen Kooperation und zu mobilem Arbeiten erleichtern zudem die Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben.
Im Gesundheitsbereich ist das Spannungsfeld von Kostendruck und Effizienzsteigerung und gesellschaftlichen Anliegen wie Datensicherheit und Privatsphäre besonders relevant. Das macht Lösungen wie die Virtualisierung von ICT-Kapazitäten, z.B. durch Cloud Computing wirtschaftlich interessant und stellt zugleich besondere Anforderungen an deren Sicherheit. Die Studie zeigt, dass 56.2 Prozent der Verantwortlichen im Gesundheitsbereich davon überzeugt sind, dass Cloud Computing-Ansätze in ihren Organisationen in fünf Jahren eine (sehr) hohe Bedeutung haben werden. Des weiteren erwarten 30.9 Prozent der Befragten nicht nur signifikante Kostenreduktionen durch ICT, sondern auch eine nachhaltige Verbesserung der Behandlungsqualität, z.B. durch verbesserte Diagnostik, schnellere Behandlungen bei akuten Erkrankungen oder die Vermeidung von Fehlmedikationen.
Die Ergebnisse zeigen: Der Einfluss von vermehrter ICT-Nutzung ist zwar gesamtwirtschaftlich bedeutend, doch ist eine differenzierte Betrachtung einzelner Branchen unumgänglich.

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