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Wir lehnen Lebensmittel von geklonten Tieren ab

22.06.200913:45 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) In der EU soll nun doch der Verkauf von Fleisch und Milch geklonter Tiere erlaubt werden. Die Bundesregierung habe ihren Widerstand gegen die Neuregelung aufgegeben, meldet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dies, obwohl eine von der EU-Kommission eingesetzte Ethikgruppe für Wissenschaft und neue Technologien zuvor zu dem Schluss gekommen war, es gebe keine überzeugenden Argumente für die Nahrungsmittelerzeugung mit Hilfe geklonter Tiere.


Man gibt hier eindeutig dem Druck der USA nach, deren Food and Drug Administration (FDA) nach sechsjähriger Prüfung von rund 300 Untersuchungen die Erlaubnis für den Verkauf der umstrittenen Produkte für den menschlichen Verzehr freigegeben hat, obwohl die Mehrheit der US-Bürger derartige Produkte ablehnt. Man habe nach ausführlicher Risikoabschätzung festgestellt, dass Lebensmittel aus geklonten Rindern, Schweinen und Ziegen keine Gefahr für den Menschen darstellten. Die FDA geht in ihrer Studie davon aus, dass das Klonverfahren vor allem zur Herstellung wertvoller Zuchttiere verwendet würde. Nicht diese Tiere selbst, sondern vor allem die Produkte ihrer dann konventionell gezeugten Nachkommen würden in den Handel gelangen, erklärte die FDA.
Aus Sicht des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) ist die Schlussfolgerung der FDA auf Grundlage der Daten plausibel. Das BfR merkt an, es gäbe bislang keine Untersuchungs¬methoden, mit denen nachgewiesen werden könne, dass tierische Produkte von geklonten Tieren gewonnen wurden. Die Kontrolle einer Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln geklonter Tiere ist somit derzeit nicht möglich.
Bereits 2006 warnte Gilles-Eric Séralini, Dozent und Forscher an der Universität von Caen und Mitglied der Commission du génie biomoléculaire (CGB – Ausschuss für bio-molekulares Wesen) im L'Express vom 23.11.2006 vor potentiellen Auswüchsen einer derartigen Entwicklung. Eine Gleichstellung von geklonten und nicht geklonten Tieren würde es den Industriellen ermöglichen, toxikologische und umwelttechnische Untersuchungen zu umgehen, wie das schon größtenteils bei den gentechnisch veränderten Organismen der Fall ist. Dem zufolge „wird die Genehmigung der FDA auch die Tür für Genmanipulationen bei Tieren öffnen, die man viel leichter durch Klonen erreichen kann. Eine Kuh, der man im Labor ein Gen zusammengebastelt, damit sie fettarme Milch produziert, könnte somit endlos reproduziert werden.“
Wir vom Institut für Gesundheitsprävention teilen die Bedenken von Séralini und halten es für verantwortungslos, wie sich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen lasse aufgrund von lediglich 300 Untersuchungen. Gleiches gilt für Unbedenklichkeitserklärungen bei genmanipulierten Lebens- oder Futtermitteln anhand so genannter Langzeitstudien, was je schon in sich einen Widerspruch darstellt. Mögen die gentechnischen Erfolge für die Lebensmittelindustrie auch noch so lukrativ erscheinen, so werden mit derartigen Zulassungen Haus und Tor für weitere Genmanipulationen geöffnet. Es sind für uns weniger die ethischen Bedenken, als eher die tatsächlichen Spätfolgen, die heute noch niemand abschätzen kann. Bedenken wir, dass sich unser Organismus über Jahrtausende auf die von der Natur gegebenen Lebensmittel eingestellt hat. Keiner kann mit Bestimmtheit sagen, wie sich das gesamte Biogefüge nach gravierenden Genmanipulationen entwickeln wird und wie sicher diese Lebensmittel tatsächlich sind. Haben wir nicht schon genug gesundheitliche Defizite durch die eklatanten Veränderungen im Nahrungsmittelangebot, müssen wir uns immer weiter in dieser Spirale drehen?

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