(openPR) Berlin, 15.06.2009 - Nicht wenige Deutsche verbringen ihren Urlaub am liebsten an exotischen Stränden oder erholen sich im Aktivurlaub beim Fahrradfahren oder Wandern vom grauen Alltag. Ans liebe Geld sollten Reisende dennoch denken – egal ob das Reiseziel nun innerhalb oder außerhalb der Eurozone liegt. „Der Umtausch ist im Euroland zwar kein Thema mehr, aber die Versorgung mit Bargeld im Urlaub will trotzdem geplant sein“, rät Wolff von Rechenberg vom Finanzportal www.banktip.de. „Denn der nächste Geldautomat im Ausland kann unter Umständen eine teure Quelle für Bargeld sein.“
Banktip.de empfiehlt als Faustregel für Urlauber: Reisende sollten sich nicht auf ein Zahlungsmittel verlassen. "Wichtig ist eine Mischung aus Bargeld, EC- oder Kreditkarte - und für längere Aufenthalte gegebenenfalls Reiseschecks. Dadurch erhalten Urlauber mehr Sicherheit bei Verlust oder Diebstahl,“ ergänzt der Banktip-Experte. Zudem könne man sich besser auf die Zahlungsbedingungen des jeweiligen Landes einstellen.
Geld abheben mit und ohne Gebühren
Die Bezahlung mit der EC-Karte bzw. Kreditkarte ist in den EU-Ländern unproblematisch, denn innerhalb der Europäischen Union dürfen seit 2002 keine Gebühren mehr beim Bezahlen mit EC- oder Kreditkarte erhoben werden. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn man mit der EC- oder Kreditkarte im Ausland Geld abheben möchte. Hierfür fallen unter Umständen Gebühren an. Bei Abhebungen mit EC-Karten sind dies in der Regel 2,50 Euro bis 5 Euro. Da es sich meist um einen fixen Gebührensatz handelt, lohnt es sich, größere Beträge abzuheben. Banktip.de empfiehlt: Fährt man mit mehreren Personen in Urlaub, sollte nach Möglichkeit nur eine Geld abheben. Die Gebühren können dann durch alle Personen geteilt und so minimiert werden.
Kostenlos mit der Kreditkarte im Ausland?
Viele Banken werben mit einem kostenlosen Bargeldservice per Kreditkarte. Doch nicht alle Angebote sind völlig kostenfrei. Die komfortabelsten kostenfreien Angebote haben die Deutsche Kreditbank (DKB) und die comdirekt bank. Kunden dieser Bankinstitute können weltweit an jedem Geldautomaten ihrer Wahl kostenfrei Geld abheben – allerdings ist dies nur mit der zum Konto gehörenden Kreditkarte möglich. Beide Banken verzichten auf eine Geldautomatengebühr und eine Auslandseinsatzprovision. Wer allerdings mit der EC-Karte Geld holt, muss Gebühren bezahlen. Andere Bankinstitute, wie die Citibank oder ING-DiBa, bieten ebenfalls ihren Kunden länderübergreifend das kostenlose Geldabheben mit einer zum Konto gehörenden Kreditkarte an. „Doch Vorsicht“, betont Wolff von Rechenberg. „Lediglich in Ländern, in denen der Euro Zahlungsmittel ist, können Kunden dieser Banken kostenlos Geld ziehen.“ Außerhalb des Euro-Zahlungsraumes fallen Gebühren für den Auslandseinsatz an.
Reiseschecks
Eine flexible und sichere Zahlungsmethode bieten Reiseschecks. Diese werden wie Bargeld verwendet, aber im Unterschied zu Bargeld im Verlustfall ersetzt. Die Schecks können bei Sparkassen und Banken gegen Bargeld eingetauscht werden. In vielen Geschäften und Reiseagenturen kann man damit auch bezahlen und bekommt den Differenzbetrag dann in Bargeld ausbezahlt. Reiseschecks gibt es in verschiedenen Stückelungen. Sie können bei Banken, aber auch in Reisebüros oder in Wechselstuben in wichtigen Währungen wie US-Dollar oder Euro gekauft werden. Banktip rät: Auf Reisen in entlegene Regionen dieser Welt ist immer noch der US-Dollar zu wählen. Der "Greenback" ist nunmal die Leitwährung dieser Welt. In Europa ist natürlich der Euro die bessere Wahl - auch außerhalb der Europäischen Union.
Sperr-Notruf - eine Nummer für alle Karten
Bei Verlust können EC-Karten, Kreditkarten, Handys, Mitarbeiterausweise, Krankenkassenkarten, Tankkarten, Kundenkonten im Internet, Online-Girokonten, digitale Signaturen oder sensible Online-Berechtigungen des Internets über einen einheitlichen Sperr-Notruf in Deutschland gesperrt werden. Aus dem Ausland ist im Notfall dieser Sperr-Notruf täglich 24 Stunden unter der Rufnummer +49 116 116 erreichbar. Alternativ kann der Notruf auch über die Berliner Rufnummer +49 30 4050 4050 erreicht werden.
Die Notrufnummer +49 116 116 aus dem Ausland gilt für Kunden mit Karten und Medien, deren Herausgeber sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Ist eine Bank nicht an die zentrale Sperrnotrufnummer angeschlossen, wird dem Kunden über diese Nummer trotzdem weitergeholfen. Entweder Sie bekommen die Nummer Ihrer Bank mitgeteilt oder der Vorgang wird direkt weitergeleitet. In Notsituationen bekommt man eine Ersatzkarte zugestellt, die Reisende spätestens innerhalb von zwei Tagen erhalten. Banktip.de empfiehlt allen Urlaubern: Es ist ratsam, Kopien der eigenen Geldkarten anzufertigen, um alle Karten- und Kontonummern bei Verlust schnell zur Hand zu haben.
Im aktuellen Ratgeber von banktip.de finden Sie weitere wertvolle Tipps rund ums Thema Reisekasse unter: www.banktip.de
Über banktip.de:
Der unabhängige Finanzratgeber banktip.de informiert laufend aktuell zu Entwicklungen und Angeboten auf dem Markt der Privaten Finanzen. Zahlreiche Tarifrechner, wie beispielsweise zu Girokonten, Depotkonten, Geldanlagen, Krediten und Kontoführung, ermöglichen den schnellen, unkomplizierten und direkten Konditionenvergleich der einzelnen Banken und Kreditinstitute. Darüber hinaus informiert der Verbraucherratgeber ausführlich zu Fragen rund um die Themen Steuern und Versicherungen.

















