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Techtextil zeigt Innovationen mit der Produktgruppe Avantex für Bekleidung mit Funktion

12.06.2009 • 12:15 Uhr • Industrie, Bau & Immobilien

(openPR) Neue Technologie kann Wärme und UV-Strahlen absorbieren
- Neuartiges Zwischengewebe schützt vor elektromagnetischen Strahlen

Es sind nicht nur die Hersteller von Jacken, Hemden und Anzügen, die durch ihr Angebot und ihre Marken den Bekleidungssektor beeinflussen. Vor den Entwürfen und der Umsetzung stehen funktionale Ideen für die Entwicklung von Textilien, die das fertige Produkt oft erst zu dem machen, was es ist.


Auf der Techtextil, Internationale Fachmesse für Technische Textilien und Vliesstoffe, geht es nicht nur im Anwendungsbereich Clothtech genau um diesen Innovationsaspekt beim Thema Bekleidung.

Auch in den Bereichen Sport und Freizeit (Sporttech), Personen- und Sachschutz (Protech) und Hygiene und Medizin (Medtech) sind Textilien vielseitig einsetzbar. Vom 16. bis 18. Juni werden auf dem Frankfurter Messegelände daher unter anderem Neuigkeiten vorgestellt, die die Bereiche Sport und Arbeit sowie Gesundheit und das tägliche Leben betreffen.

Dabei geht es um den Schutz vor Hitze und Sonne, die Abschirmung von elektromagnetischer Strahlung als auch um die Entwicklung von Multifunktionsprodukten, die für längere Haltbarkeit einen speziellen Schutz erhalten.

Neue Sonnenschutz-Textilausrüstung schützt vor den negativen Aspekten der Sonne

Zu viel Sonne lässt die Haut altern, verursacht Sonnenbrand oder im schlimmsten Fall sogar Melanome. Besonders unangenehm sind hierbei dunkle Farben, die weder die sichtbaren noch die unsichtbaren Sonnenstrahlen reflektieren.

Die Schoeller Technologies AG (Schweiz) ist von diesen negativen Aspekten ausgegangen, als sie zusammen mit ihrem Kooperationspartner Clariant die Coldblack® Textilausrüstung entwickelte. Dabei handelt es sich um eine Technologie, mit der Textilien behandelt werden. Durch eine nicht sichtbare Farbveränderung wird die Absorption von Wärmestrahlen direkt beeinflusst.

Darüber hinaus wird ein hoher Schutz gegen UV-Strahlen (mindestens UPF 30) erzielt, ohne dass das Material sich anders anfühlt oder aussieht. Die neuartige Textilausrüstung ist außerdem permanent - das heißt, sie verliert auch nach dem Waschen nicht ihre Wirkung - und sie kann in alle Textilien eingearbeitet werden.

Bereits kurz nach dem offiziellen Launch im August 2008 erhielt das Produkt eine hohe Marktresonanz: „Wir scheinen da ein großes Bedürfnis aufgespürt zu haben. Das zeigen uns schon jetzt die vielen Anfragen“, berichtet Hans U. Kohn, Chief Operation Officer (COO) der Schoeller Technologies AG. „Im Bekleidungssektor wird Coldblack® derzeit für die Bereiche Outdoor, Motorrad, Golf, Bike, Schwimmen, Running und Workwear eingesetzt“, so Kohn weiter.

Im Markt wurde Coldblack ® bereits im vergangenen Dezember erstmals beim Davis Cup Finale in Mar del Plata, Argentinien vorgestellt. Linienrichter sowie Ballkinder wurden hier von Hugo Boss ganz in schwarz gekleidet. Das war möglich, da das Wärmemanagement laut Hersteller über das gesamte Farbspektrum hinweg funktioniert. Auch Motorradfahrer, deren Saison vor allem der Sommer ist, sind oft in schwarz gekleidet.

BMW Motorrad hat hier die Initiative ergriffen und setzt diese Textilien in den Streetguard-3-Anzügen ein. An diesem Punkt möchte das schweizerische Unternehmen jedoch nicht stehen bleiben. „Business- und Leisure Wear kommen ebenfalls. Außerdem haben wir erste Versuche für Sitzbezüge gemacht, die sehr vielversprechend sind. Das Thema Wärmemanagement ist für die unterschiedlichsten Textilien, die der Sonne ausgesetzt sind, interessant. Ich kann mir vieles dazu vorstellen, auch für den Architektur- und Designbereich, und ich bin sehr gespannt, welche Firmen uns auf der Techtextil ansprechen werden“, sagt Kohn.

SR-Shield schützt vor elektromagnetischer Strahlung

Elektromagentische Strahlung ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr bei bestimmten Arbeitsaufträgen sowie in Situationen des alltäglichen Lebens.
Die SR-Webatex GmbH(Deutschland) wird auf der Techtextil ihr neues Produkt „SR-Shield“ vorstellen. Dabei handelt es sich um einen textilen Schutz in Form eines Zwischengewebes, das in die Bekleidung integriert wird.

„SR-Shield dient unter anderem dem Schutz von Personen, die zum Beispiel an Radaranlagen arbeiten und somit permanent und direkt Hochfrequenzstrahlung ausgesetzt sind“, erklärt Axel Merz, Entwicklung und Verkauf bei der SR-Webatex GmbH. „Dank einer High-Tech Ausrüstung schirmt SR-Shield den Elektrosmog effektiv ab“, so Merz weiter.
Dabei besitzt das Produkt laut Hersteller extrem hohe Schirmdämpfungswerte bei Funkfrequenzen im Bereich von zehn Megahertz bis vier Gigahertz und ist daher als Gewebe für Schutzkleidung in diesem Sektoren gut einsetzbar. Das Gewebemuster zeigt Werte sowohl bei linearer, vertikaler und horizontaler Polarisation als auch gegenüber Wellen mit zirkularer Polarisation.

Wie gut SR-Shield schützt, beziehungsweise wie wenig Strahlung das Gewebe hindurch lässt, wird an Hand von Zahlen deutlich. Bei einer Belastung von zum Beispiel 70 Dezibel werden 99,99999 Prozent der Strahlung abgeschirmt. Das belegt ein Gutachten, das von der SR-Webatex GmbH im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben wurde und das die Universität der Bundeswehr München für Hochfrequenz-, Mikrowellen- und Radartechnik in Neubiberg erstellte.

Für das Militär könnte SR-Shield übrigens durchaus von Interesse sein. Denn die SR-Webatex GmbH hat Tests mit Wärmebildkameras durchgeführt und kam zu dem Ergebnis, dass SR-Shield die gleichen Eigenschaften wie normale Camouflagewebe mit Infrarotresistenz besitzt. Diese Tatsache macht die Entwicklung eines entsprechenden Gewebes für den ‚unsichtbaren Soldaten’ auch mit SR-Shield denkbar.

Wirklichkeit ist bereits der Anzug mit integriertem Schutz. „Hier wird SR-Shield in die brusttasche von Anzügen integriert, da dort oft das Handy steckt. Der Träger wird somit vor der Strahlung geschützt“, erklärt Merz.
SR-Shield beschränkt sich in Zukunft jedoch nicht nur auf den Bekleidungssektor, denn der SR-Webatex GmbH liegt zum Beispiel eine Anfrage bezüglich der Isolation von Hochfrequenzmaschinen in Industrieanlagen vor.

Wie Textilien geschützt werden können

Der Fahrer eines Tanklastzuges kommt mit Öl in Berührung, ein Eisenbahner mit Schmiermitteln wie Graphit. Die Arbeitskleidung wird im Alltag strapaziert, verschmutzt und immer wieder gewaschen. Damit Haltbarkeit und Komfort gewährleistet sind, brauchen Textilien Schutz.

Die Trans-Textil GmbH aus Freilassing (Deutschland) gehört laut eigenen Angaben zu Europas führenden Unternehmen auf den Gebieten Lamination, Beschichtung, Druck und Spezialausrüstung von Funktionstextilien.
Die Trans-Textil GmbH zeigt vier neue Produkte auf der Techtextil die alle dem Öko Tex 100 Standard entsprechen.

Dazu gehört unter anderem: Topaz dual guard. Das ist ein Finishing, das Kleidung schützt und dies laut Hersteller sogar doppelt. Zum einen werden Wasser, Öl und Schmutz abgewiesen. Zum anderen können Verunreinigungen, die durch Öl und Graphit entstehen, optimal ausgewaschen werden. Topaz dual guard kann so die Hochsichtbarkeit von Schutzkleidung nach EN 471 sowie den Erhalt von Eigenschaften nach weiteren Normen der persönlichen Schutzausrüstung verlängern. Das Unternehmen weist dabei auf die hohe Lebensdauer und die dadurch erlangte Wirtschaftlichkeit der Textilien hin.

Auch Topaz airtouch ist eine Neuentwicklung des bayerischen Unternehmens. Hier liegt das Augenmerk auf der Innenseite eines Kleidungsstücks. Denn es gibt Einsatzgebiete, wo Schutzkleidung direkt auf der Haut getragen wird, um zum Beispiel Gewicht zu sparen. Bei Topaz airtouch handelt es sich um einen hochatmungsaktiven Verbund mit einer Beschichtung, die in feinen Punkten direkt auf der Membran aufgebracht wird. Die Membran wird auf diese Art und Weise vor mechanischer Beanspruchung geschützt und bietet gleichzeitig einen hohen Tragekomfort direkt am Körper. Topaz airtouch selbst ist dabei leicht und entlastet die Umwelt, denn es wird auf wässriger Basis hergestellt. Das Produkt kann darüber hinaus je nach technischer Anwendung spezifisch eingesetzt werden.

„Das perfekte Zusammenspiel der einzelnen Komponenten ist das Spezialgebiet der Trans-Textil GmbH“, erklärt Wilhelm Krings, Geschäftsführer der Trans-Textil GmbH. „Durch unser Know-How in den einzelnen Technologien können wir auf ein breites Portfolio von Möglichkeiten zurückgreifen, um für jede Anforderung die ideale Lösung zu finden.“

Alle Topaz Funktionstextilien werden in den Bereichen Wetter- und Arbeitsschutz, Mode, Sport und Freizeit sowie für medizinische und technische Anwendungen eingesetzt. Im Mittelpunkt stehen nach Angaben des Unternehmens die Funktionen Schutz und Sicherheit, verbunden mit höchsten Ansprüchen an Haltbarkeit und Komfort.

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