(openPR) "Seit Februar war hier jeden Tag Razzia" sagt ein Passant, "Sonst waren hier Samstags 150 Leute. Die meisten meiner Freunde sind im Knast - Und jetzt erst kommt die Kavallerie"
Eine Mahnwache für die Junkies mitten auf dem Kottbusser Tor in Berlin. Die Drogen-Szene gibt es schon 20 Jahre hier - jetzt drohen Kontrollen und Überwachung. Eine Hetzkampagne von der CDU bis zu den Grünen gegen die eh schon Ausgestoßenen.
Wir, die "ÜberPartei" stehen für die Legalisierung aller Drogen, gegen Normierung, Bevormundung und Ausgrenzung. Drogenabhängigkeit kann in einem solchen Klima nicht überwunden werden.
Das Problem des Drogengebrauchs liegt weder an den Konsumenten, noch an den Substanzen. Das Verbot der Substanzen verhindert die qualifizierte Anleitung für den bewussten Umgang mit Drogen. Nur die Akzeptanz der Abhängigkeit ist der Richtige weg aus ihr. "Das Verbot der Substanzen verhindert die qualifizierte Anleitung für den bewussten Umgang mit Drogen. Nur die Akzeptanz der Abhängigkeit ist der Richtige weg aus ihr. "In dieser Gesellschaft sind alle abhängig - jeder von jedem und jeder von irgendwas. Wären wir eine Gesellschaft, deren Drogenpolitik auf Aufklaerung basieren würde, die [Drogen]Mündigkeit vermittelt, waren es die wenigsten Menschen, die sich entscheiden abhängig zu werden." meint eine Aktivistin vom Autonomen Drogeninfostand.
Die Kameras sollen entfernt werden, die Gefängnisse geöffnet und die Securities nach Hause gehen. Die Forderungen sind ganz einfach: Es den Konsumenten von Drogen so gemütlich wie möglich machen. Ein Brunnen mit Trinkwasser, mehr Fixerstuben falls es regnet, angenehme Sitz- und Liegemöglichkeiten, Verkehrsberuhigung und öffentliche Toiletten. Sokratis, Gründer der Bürgerinitiative für ein menschenfreundliches Kottbusser Tor: "Es geht gegen Überwachung und Gentrifikation."
Diese Mahnwache ist eine antisubstanzistische Aktion auf meta-operaistischer Grundlage. Sokratis erklärt, das heisst: "Wir fangen an und gucken, was passiert"
Jeden Freitag 17-21Uhr findet die Mahnwache für einen menschenfreundlichen Kotti statt. Es gibt kämpferische Musik, Spiele, Info-Material, Trinkwasser, Trommeln, Malen und ab und zu eine Mega-Show. "Alles, was wir wollen ist die Regierung stürzen." sagt ein Mitglied der ÜPD.














