(openPR) Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit – 20 Millionen Deutsche sind davon betroffen. Patentrezepte für die Behandlung von Blutdruck gibt es in der Naturheilkunde nicht. Der Heilpraktiker versucht vielmehr, die gesundheitliche Situation des Patienten insgesamt zu regulieren und zu stabilisieren.
Stuttgart, 6.5.2009. Bluthochdruck verursacht weder Schmerzen noch Beschwerden. Und trotzdem bedeutet diese Diagnose meist eine lebenslange Behandlung mit blutdrucksenkenden Medikamenten. Diese Medikamente können den Bluthochdruck zwar nicht heilen, aber sie minimieren die schädigende Wirkung auf Herz und Gefäße. Patienten, die komplementärmedizinische Behandlungen bevorzugen, fragen deshalb oft, ob und wie die Naturheilkunde auch bei dieser Erkrankung helfen kann.
„Grundsätzlich gilt: Dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte von über 140/90 mmHG müssen immer vom Arzt behandelt werden, und diese Behandlung mit blutdrucksenkenden Mitteln wie Betablockern muss strikt eingehalten werden,“ sagt Dr. Wolfgang Widmaier, Apotheker und Heilpraktiker, Union Deutscher Heilpraktiker. „Aber der Heilpraktiker kann in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt die Behandlung ganzheitlich begleiten mit dem Ziel, die Dosis der Medikamente zu reduzieren. Und – was ganz wichtig ist – er kann dem Patienten oder der Patientin dabei helfen, einen natürlichen, gesunden Lebensstil zu finden und so den Verlauf der Krankheit aufzuhalten oder zu verlangsamen.“
Der erste Schritt im Rahmen einer solchen ganzheitlichen Behandlung ist deshalb ein ausführliches Gespräch, bei dem der Heilpraktiker die gesamten Lebensumstände des Patienten oder der Patientin erfasst. Im Mittelpunkt stehen dabei die Risikofaktoren für Bluthochdruck wie Stress, Bewegungsmangel, falsche Ernährung oder zu viel Alkohol oder Zigaretten.
Ordnung ins Leben bringen
Einen sinnvollen Ansatzpunkt um diese Risikofaktoren in den Griff zu bekommen bietet die Ordnungstherapie: Je nach individueller Ausgangslage wird der Heilpraktiker dem Patienten helfen, seine Lebensordnung so zu verändern, dass der Organismus zu einer natürlichen Balance findet. Dazu gehört ein gesundes Verhältnis zwischen Spannung und Entspannung und eine Normalisierung der Tag –und Nachtrhythmen. Viele Patienten können durch eine ausgewogene Ernährung mit regelmäßigen Entlastungstagen und das richtige Maß an Bewegung ihr Gewicht reduzieren, was meistens zu einer Verbesserung der Blutdruckwerte führt.
Bewährt haben sich auch Anwendungen der Kneipp-Therapie wie ansteigende Armbäder: Die Temperaturreize „trainieren“ die Elastizität der Gefäße und können sich - je nach individueller Situation - positiv auf die Blutdruckwerte auswirken. Mäßig erhöhte Blutdruckwerte kann man versuchen durch Kohlesäurebäder zu regulieren.
Pflanzliche Arzneimittel bei leicht erhöhten Werten
Häufig eingesetzte pflanzliche Arzneimittel bei leicht erhöhten Blutdruckwerten sind hoch dosierte Weißdornextrakte, Crataegus-Extrakte oder auch Mistelkrautpräparate. Sie können den Blutdruck bei manchen Patienten etwas senken. Der Heilpraktiker wird also individuell testen, ob der Patient auf diese Mittel anspricht. Patienten, die unter Stress leiden, profitieren oft von entspannungsfördernden Präparaten aus Baldrianwurzel, Lavendel oder Melisseblättern.
Auch die Homöopathie wird bei Bluthochdruck eingesetzt. Dabei bestimmt der Heilpraktiker zunächst den Konstitutionstypus des Patienten und wählt dann das für ihn passende Medikament aus – so wird zum Beispiel ein cholerisch veranlagter Mensch mit einem anderen Mittel behandelt als ein Patient, der eher zu Depressionen neigt. Manche Heilpraktiker arbeiten im Sinne einer ganzheitlichen Regulierung auch mit Akupunktur.










