(openPR) Karlsruhe, 04.05.2009. Das Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung - KIWIFO – beobachtet ständig die Meldungen der Deutschen Bundesbank über die Geldmengenentwicklung in Deutschland. Dies ist vor allem deshalb interessant, weil die Geldmenge unmittelbar Aufschluss über die Kaufkraft der Bevölkerung innerhalb Deutschlands widerspiegelt und zugleich den objektiven Vergleich mit der individuellen Kaufkraft ermöglicht.
Nach den jüngsten Zahlen vom März 2009 liegt die sogenannte Geldmenge M1 nun bei 27.324 Euro pro Haushalt. Dies sind 2.971 Euro oder 12,2 % mehr als im März des letzten Jahres.
Die Geldmenge M1 besteht aus dem umlaufenden, also nicht in den Banken befindlichen, Bargeld sowie den Giro- und Tagesgeldkontoguthaben. Die Geldmenge M1 zeichnet sich dadurch aus, dass sie unmittelbar als Zahlungsmittel fungiert und damit Voraussetzung für eine funktionierende Binnen- und Außenwirtschaft ist. Nicht enthalten sind z. B. Sparguthaben und jegliche andere Vermögenswerte.
Das bedeutet, dass ein Haushalt (einschließlich der zu ihm gehörenden Unternehmen oder Unternehmensanteile), der eine mittlere Geldmenge besitzt, aktuell über 27.324 Euro reine Zahlungsmittel verfügt. Nach Schätzungen des KIWIFO besitzen 96 % der Haushalte in Deutschland deutlich weniger als diese mittlere Kaufkraft und gehören damit streng genommen nicht zur Mittel- oder Oberschicht.









