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Diese Lösung wird viele Menschenleben retten

29.04.200908:08 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Immer häufiger warnen Wissenschaftler vor der zunehmenden Therapieresistenz bakterieller Erreger als der größten klinischen Herausforderung des 21. Jahrhunderts - zuletzt etwa im renommierten "New England Journal of Medicine" (NEJM). Solche Resistenzen, so das NEJM, könnten sogar bedeutendste Errungenschaften der modernen Medizin wie Chemotherapien oder Transplantationen in Frage stellen. Nicht zuletzt infolge des Fehlens einer adäquaten Diagnostik, die es erlauben würde, den Erreger und seine Resistenzpotenziale rasch nachzuweisen, sind schwere Infektionen bereits die dritthäufigste Todesursache in den Industrienationen. "Solange man den Erreger nicht kennt, tappt man im Dunkeln und riskiert den Einsatz ungeeigneter Medikamente, oder man beginnt die Therapie zu spät", erklärt Professor Dr. Ingo Autenrieth, Ärztlicher Direktor des Tübinger Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene.


Vor diesem Hintergrund konzentriert sich die Curetis AG auf die Diagnostik schwerer bakterieller Infektionen. Ein selbst entwickeltes molekularbiologisches Verfahren ermöglicht die schnelle Identifikation von Keimen und ihren Resistenzmustern. "Mit herkömmlichen Methoden können mehrere Tage vergehen, bevor eine Diagnose vorliegt. Der Schnelltest von Curetis liefert dem Arzt Resultate innerhalb weniger Stunden", so Professor Autenrieth. "Diese Stunden können über Leben und Tod entscheiden, sodass wir davon ausgehen dürfen, dass die Curetis-Lösung viele Menschenleben retten wird."
Dr. Gerd Lüdke, Mitbegründer und Director of Assay Development der Curetis AG erklärt das Ziel des gemeinsamen F&E-Projekts so: "Wir werden die Weiterentwicklung der Curetis-Plattform für den Nachweis von Krankenhausinfektionen vorantreiben, Schwerpunkt ist die Verfeinerung des Nachweisverfahrens und die erste präklinische Testung mit nativen Proben." Die ZIM-Förderung betrachte man als Anerkennung der bisherigen Arbeit. "Wir freuen uns auf eine noch intensivere Zusammenarbeit mit den beiden weltweit anerkannten Institutionen."
Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand bietet den Innovationsbemühungen kleiner und mittlerer Unternehmen seit Juli 2008 fünf Jahre lang eine verlässliche Perspektive durch die Förderung von Einzel-, Kooperations- und Netzwerkprojekten. Damit ist ZIM das Basisprogramm des BMWi für die marktorientierte Technologieförderung der innovativen mittelständischen Wirtschaft in Deutschland mit dem Ziel, die technischen und wirtschaftlichen Risiken von FuE-Projekten zu verringern und die Ergebnisse zügig in marktwirksame Innovationen umzusetzen.
Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene mit den Schwerpunkten klinische Mikrobiologie, Umwelt- und Krankenhaushygiene sowie Infektionsforschung bringt seine umfassende klinische Expertise in das Projekt ein, wird präklinische Erfahrungen mit dem neuen Verfahren sammeln und so dazu beitragen, das Produkt zu optimieren.
Das anwendungsorientierte NMI unterstützt die Curetis AG bei der Weiterentwicklung ihres Microarray-basierten Nachweisverfahrens. Die NMI-Microarray-Arbeitsgruppe gehört zu den weltweit führenden Teams in der Erforschung und Anwendung dieser Technologie; sie ermöglicht es Curetis, viele Keime und Resistenzen simultan zu erkennen. NMI-Leiter Professor Dr. Hugo Hämmerle: "Microarrayverfahren werden zukünftig eine große Rolle in der modernen Infektionsdiagnostik spielen. Voraussetzung dafür ist ihre einfache und kostengünstige Anwendung, und genau das ermöglicht die Curetis-Lösung."
Den Einschätzungen seiner Partner kann Dr. Gerd Lüdke nur beipflichten: "Indem die Fördermittel eine vertiefte Kooperation mit UKT und NMI ermöglichen, tragen sie wesentlich zur effizienteren Entwicklung unserer Produkte bei. So werden Curetis-Lösungen schneller als ursprünglich geplant helfen, die klinische Herausforderung durch resistente Erreger zu meistern."

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