(openPR) Regierungspräsident Julian Würtenberger besuchte am 25. März das Keidel Mineral-Thermalbad Freiburg. Erst vor kurzem hatte das Wirtschaftsministerium Baden-Württembergs dem Keidel Bad 250.000 Euro für die behindertengerechte Sanierung des Eingangsbereichs und des Vorplatzes aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm 2009 zugesagt. In den nächsten zwei Jahren werden rund 6,4 Millionen Euro in infrastrukturelle und energetische Sanierungsmaßnahmen investiert.
„Die Erfolge im Tourismus verdankt das Reiseland Baden-Württemberg besonders auch dem großen Engagement seiner Kommunen, der Kurorte und Heilbäder“ heißt es in dem Schreiben von Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister. Diese Entwicklung wolle das Wirtschaftsministerium mit der Infrastrukturförderung nachdrücklich unterstützen. Vor Ort machte sich Regierungspräsident Würtenberger ein Bild des Keidel Bades: „Die infrastrukturellen und energetischen Sanierungsmaßnahmen der kommenden zwei Jahre erhöhen die Attraktivität des Bades und damit der ganzen Region um ein Vielfaches.“ Nur so sei die Konkurrenzfähigkeit im nationalen und internationalen Wettbewerb gewährleistet, heißt es auch im Schreiben von Wirtschaftsminister Pfister.
Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon unterstrich die Bedeutung des Bades für die Stadt und die Region: „Das Keidel Bad ist das größte Thermalbad Südbadens. Nur Stuttgart und Aachen können ebenfalls Heilbäder im eigenen Stadtgebiet vorweisen, die sich normalerweise eher im ländlichen Raum befinden.“ Die touristische Anziehungskraft im Dreiländereck sei nicht von der Hand zu weisen: „Viele der 420.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr kommen aus dem Elsass und der Schweiz, um Freiburg, die Region und die touristischen Sehenswürdigkeiten zu besuchen.“
Aus diesem Grund sei es auch so wichtig, das Keidel Bad nach den heutigen Standards zu sanieren, so Ralf Klausmann, Geschäftsführer des Freiburger Stadtbau-Verbunds, zu dem das Thermalbad gehört. „In den kommenden zwei Jahren werden wir fast 6,4 Millionen Euro in die Zukunftsfähigkeit des Bades investieren.“ 5,7 Millionen Euro werden allein in die energetische Sanierung gesteckt: 3,2 Millionen Euro entfallen auf die Gebäudehülle, 2,5 Millionen Euro werden in neue Heizungs-, Lüftungs- und Wasseraufbereitungsanlagen investiert. 670.000 Euro kostet die barrierefreie Gestaltung des Vorplatzes und des Eingangsbereiches. Weitere 3,5 Millionen Euro sollen mittelfristig in die Sanierung der Badehallen und Becken investiert werden.
Durch den Einbau einer Pelletsheizanlage und mehrerer Wärmepumpen sowie durch das energetisch sanierte Gebäude können im Keidel Bad 42 Prozent des Wärmebedarfs eingespart werden. Der Bedarf verringert sich von knapp 6.000 Megawattstunden pro Jahr (MWh/a) auf rund 3.450 MWh/a. Insgesamt lässt sich der Erdgasbedarf somit um 90 Prozent verringern. Dadurch sinken auch der Primärenergieverbrauch um 40 Prozent (von 13.900 MWh/a auf 8.400 MWh/a) und die CO2-Emissionen um 38 Prozent (von knapp 3.200 Tonnen pro Jahr auf rund 1.900 Tonnen pro Jahr).
Die Investitionskosten für die Neugestaltung des Zugangsbereiches belaufen sich auf rund 670.000 Euro. 250.000 Euro erhält das Keidel Bad aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm 2009 des Landes. Der Zugang zum Bad und der Vorplatz werden barrierefrei gestaltet. Verbesserte Sicherheitsaspekte wie eine bessere Beleuchtung und Übersichtlichkeit werden die Attraktivität des Bades zusätzlich steigern und das Keidel Bad insgesamt aufwerten.
Erst im Februar ist das Keidel Bad von der Diakonie Württemberg sowie den Landesverbänden Baden-Württembergs des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA), des Einzelhandelsverbands und der Lebenshilfe mit der Urkunde „Unbehindert miteinander 2008“ ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung würdigt den guten Service für Menschen mit Behinderungen.







