(openPR) MobilCom AG, Büdelsdorf, 28. November 2002 – Die Ergebnisse des 3. Quartals sind geprägt von der vollständigen Abschreibung des UMTS-Vermögens. Diese Bewertungsmaßnahme wurde notwendig, nachdem finanzielle Mittel für UMTS nicht mehr zur Verfügung stehen. Im Kerngeschäft gelang es, den Umsatz zu stabilisieren und die operativen Verluste bereits vor Umsetzung des eigentlichen Sanierungsprogramms zu begrenzen. MobilCom erzielte im 3. Quartal einen Konzern-Umsatz von 518,8 Millionen Euro und liegt damit auf Niveau des Vorquartals (Q2: 520,0 Millionen Euro). Umsatztreiber im 3. Quartal war wieder der Mobilfunk-Bereich mit einem Wachstumsplus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das Konzern-EBIT belief sich im 3. Quartal auf minus 2,9 Milliarden Euro. Grund für die EBIT-Entwicklung im 3. Quartal ist die außerordentliche Abschreibung des gesamten UMTS-Vermögens (insbesondere Lizenz und Netzwerk) in Höhe von 9,9 Milliarden Euro. Im Gegenzug wurde ein Ausgleichsanspruch gegenüber France Télécom von 7,1 Milliarden Euro aktiviert. Der zwischenzeitlich erreichte Abschluss mit France Télécom bestätigt die Angemessenheit dieser Bilanzierungsauffassung. Die Notwendigkeit dieser Abschreibung resultiert aus dem im September vollzogenen Rückzug von France Télécom. MobilCom steht damit keine Finanzierung mehr für UMTS zur Verfügung. Daraufhin folgte das Einfrieren des UMTS-Projekts. Die grundlegend veränderte Situation macht die Bewertungsmaßnahmen unumgänglich. Mobilfunk MobilCom erwirtschaftete im 3. Quartal einen Segment-Umsatz von 386,3 Millionen Euro und damit den höchsten Quartalsumsatzes dieses Jahres (Q2: 368,4 Millionen Euro). Positiv unterstützt wurde die Umsatzentwicklung im Bereich Airtime durch saisonale Effekte. Konsequente Ergebnisorientierung zeigte im 3. Quartal erste Erfolgsansätze. Das Segment-EBITDA betrug minus 10,8 Millionen Euro gegenüber minus 21,5 Millionen Euro in den beiden Vorquartalen dieses Jahres. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) belief sich auf minus 40,6 Millionen Euro im Vergleich zu minus 135,7 Millionen Euro im 2. Quartal. Maßgeblich verantwortlich für die Ergebnisentwicklung sind die Senkung der Kosten für die Kundengewinnung sowie verbessertes Kostenmanagement. 4,9 Millionen Mobilfunk-Kunden telefonierten zum Ende des 3. Quartals mit MobilCom. Dem Unternehmen ist es damit gelungen, die Kundenbasis im bisherigen Jahresverlauf stabil zu halten. Trotz geringer Verfügbarkeit von Handys durch Liquiditätsmangel wurden 282.000 Neukunden im 3. Quartal gewonnen. Der Anteil der Vertragskunden liegt im Vergleich zum 2. Quartal dieses Jahres unverändert bei 68 Prozent bei einem Marktdurchschnitt von 46 Prozent. Festnetz Der Festnetzbereich umfasst die Festnetz-Sprachtelefonie und das Internet-Zugangsgeschäft, das über freenet.de angeboten wird. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wurde durch einen gestiegenen Anteil preisaggressiver Online-Tarife belastet. Der Umsatz betrug im 3. Quartal dementsprechend 130,7 Millionen Euro gegenüber 143,7 Millionen Euro im Vorquartal. Das Segment-EBITDA belief sich auf 4,9 Millionen Euro im Vergleich zu 25,3 Millionen Euro im 2. Quartal. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug minus 18,5 Millionen Euro gegenüber 8,9 Millionen Euro im Vorquartal. Zusätzlich belastet wurde das EBIT durch eine Rückstellung in Höhe von 10 Millionen aufgrund der Einstellung des Ortsnetz-Direktanschlusses und eine Abschreibung in Höhe von 13 Millionen Euro, weil ein Teil des Festnetzes jetzt nicht mehr wie geplant für UMTS genutzt wird. MobilCom betreut im Festnetz-Bereich einen Kundenstamm von 7,9 Millionen Kunden. Dazu zählen 3,6 Millionen Call-by-Call-Kunden und 0,9 Millionen Telefon-Vertragskunden (Preselection). Die Zahl der Internet-Kunden erhöhte sich aufgrund der günstigen Tarife von 3,2 auf 3,4 Millionen Internet-Haushalte. Im Zuge der Restrukturierung erhält die Festnetz-Telefonie wieder eine erhöhte Priorität. Entsprechende Vertriebsprozesse wurden inzwischen aufgesetzt, die noch innerhalb diesen Jahres positiv zur Ergebnisverbesserung beitragen sollen.











