(openPR) BERLIN. Zur Situation von Heim- und Zirkustieren, insbesondere von exotischen Wildtieren in Zirkussen, erklärt der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael GOLDMANN:
Die Situation der Zirkus- und Heimtiere in Deutschland muss verbessert werden. Eine entsprechende Aufforderung des Bundesrats wird bislang von der Bundesregierung ignoriert. Deshalb hat die FDP-Fraktion eine Kleine Anfrage in den Bundestag eingebracht.
Zu dieser Jahreszeit stehen in den Fußgängerzonen traurig dreinblickende Ponies mit Schildern, auf denen sie um Futter für arme Zirkustiere bitten. Doch nicht nur im Winter haben viele Zirkustiere Grund zum Unglücklichsein. Insbesondere Wildtiere wie Affen, Elefanten, Bären, Tiger und Löwen werden in Zirkussen zumeist unter nicht artgerechten Bedingungen gehalten. Weder können die Tiere ihrem natürlichen Bewegungsdrang noch ihrem artgerechten Sozialverhalten nachkommen.
Doch auch exotische Wildtiere in Privathaushalten finden selten artgerechte Bedingungen vor. Eine gesetzliche Grundlage für Kontrollen, Auflagen und Haltungsbedingungen ist derzeit nicht vorhanden.
Die Situation der 90 Millionen Heimtiere in Deutschland, insbesondere Zierfische, Kleinnager, Hunde und Katzen, wird bisher in der Diskussion um Tierschutz und artgerechte Haltung vernachlässigt. Tierschutz ist jedoch nicht nur eine Aufgabe der professionellen Tierhalter und -züchter, sondern muss in Privathaushalten ebenso beachtet werden.
Ministerin Künast erweckt gerne den Eindruck, dass die Landwirte beständig die Belange des Tierschutzes missachteten. Sie bringt einen ganzen Berufsstand in Verruf, obwohl gerade im landwirtschaftlichen Bereich die Sachkunde in der Tierhaltung groß ist. Doch in anderen Bereichen verschließt sie die Augen.
Wir erwarten von der Bundesregierung nicht nur aussagekräftige Antworten auf unsere Fragen, sondern insbesondere konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Heim- und Zirkustieren.











