(openPR) Beim G20 Vorbereitungstreffen europäischer Regierungschefs am morgigen Sonntag gehören mehr Investitionen und Mitsprache für die ärmsten Länder mit auf die Agenda, sagten Vertreter der entwicklungspolitischen Organisation ONE heute.
Der Direktor der Organisation in Deutschland, Tobias Kahler, erklärte: „Das ist eine Win-Win-Situation: Wenn Afrika wächst profitiert Europa. Aber wenn Afrika mit den Auswirkungen einer weltweiten Rezession alleine gelassen wird, könnten die Konsequenzen verheerend sein. Eine globale Soziale Marktwirtschaft, wie von Merkel gedacht, muss doch die Ärmsten befähigen, an globaler Wirtschaft teilzuhaben.“
In den vergangenen Wochen hatten verschiedene Regierungschefs Impulse für einen globalen Rettungsplan gegeben, so etwa Angela Merkels „Charta für nachhaltiges Wirtschaften“ oder Gordon Browns „Global Deal“. Globale Rettungspläne müssen nach Auffassung von ONE auch in die Infrastruktur und Landwirtschaft Afrikas investieren. Reformen der internationalen Finanzinstitutionen müssten zudem Entwicklungsländern mehr Mitsprache in der globalen Entscheidungsfindung geben.
„Europa ist in einer einmaligen Position um sicherzustellen, dass Afrika Teil einer Lösung für die weltweite Wirtschaftskrise wird. Europa und Afrika haben durch Geschichte und geographische Nähe eine besondere Beziehung“, erinnerte Kahler.
Europa ist zusammengenommen der weltweit größte Finanzier von Entwicklungszusammenarbeit. Die EU-Mitglieder haben sich verpflichtet, ihre Budgets bis 2010 auf den europaweiten Durchschnitt von 0,56 Prozent des Bruttonationaleinkommens anzuheben. Diese Quote liegt nach Zahlen der OECD derzeit bei 0,35 Prozent.










