(openPR) Die Vielfalt der Interaktionen von Menschen mit Maschinen in der Medizin wird bei der Tagung „Mensch und Maschine“ in Berlin untersucht. Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 16. März 2009 stehen Gehirn-Computer-Schnittstellen (brain-computer interfaces, BCIs), dank derer völlig gelähmte Patienten wieder handlungsfähig sind. Mentale Leistungen werden genutzt, um verloren gegangene motorische Fähigkeiten auszugleichen. Welche Leistungen möglich sind, diskutieren und präsentieren Experten im Rahmen der brainweek 2009 anhand von neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Die Veranstaltung wird vom Verein LIS e.V. in Zusammenarbeit mit dem Epilepsiezentrum Berlin/Brandenburg ausgerichtet.
Für viele schwerstbehinderte Menschen sind elektronische Hilfsmittel ein unverzichtbares Werkzeug zur Kommunikation mit der Umwelt. Verschiedene Universitäten und private Entwickler stellen im Internet kostenfrei Software bereit, die aus einem normalen PC oder Laptop eine vielseitige Kommunikationshilfe macht, wie der Verein kommhelp e.V. am Rande der Veranstaltung zeigt.
Themen und Referenten sind unter anderem:
- Unterstützte Kommunikation
"Kommunikation nach einem Locked-in Syndrom – Sprachvermögen und Hilfsmittelversorgung bei Mitgliedern von LIS e.V."
(Dr. Karl-Heinz Pantke - LIS e.V., Katholische Hochschule Berlin, Angela Jansen - ALS-mobil e.V.)
- Grundlagen und Anwendungen von Brain-Computer Interface (BCI)
"Wie können BCIs gelähmten Patienten wieder Handlungen ermöglichen?"
(Professor Gabriel Curio - Neurologische Klinik der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin)
"Computer und Lebensqualität. Ansätze zur Erhaltung der Kommunikation und Lebensqualität schwerstgelähmter Patienten mittels BCI-Anwendungen"
(Dr. Tamara Matuz, Caroline Ruf - Universität Tübingen, Institute of Medical Psychology and Behavioral Neurobiology)
"90 Minuten Unabhängigkeit mit dem Robotersystem FRIEND"
(Professor Axel Gräser, Dr. Ivan Volosyak - Institut für Automatisierungstechnik an der Universität Bremen)
- Rehabilitation
"Motorische neurologische Rehabilitation – Die schwer betroffene obere und untere Extremität"
(Cordula Werner - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Medical Park Berlin Humboldtmühle, Professor Dr. Stefan Hesse - Neurologische Abteilung der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Lehrstuhl für Neurologische Rehabilitation an der Charité Berlin)
- Epilepsie
"Einzelfallstudien zum SCP-Biofeedback - klinische Erfahrungen bei Epilepsie-Patienten"
(Dr. Heinz Hättig - Epilepsiezentrum Berlin/Brandenburg)
Ort: Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH), Herzbergstr. 79 in 10365 Berlin (Haus 22 - Hauptgebäude am Rondell)
Termin: 16. März 2009 von 15:00 bis 19:30 Uhr
Teilnahmegebühr: keine
Fortbildung: Die Veranstaltung ist bei der Ärztekammer Berlin angemeldet.
Detailliertes Programm im Internet: www.locked-in-syndrom.org










