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05.02.200915:42 UhrIndustrie, Bau & Immobilien

(openPR) Laut Studie der Dr. Lübke GmbH ist der Standort das wichtigste Anmietungskriterium für Büromieter in Dresden.

Frankfurt, 05. Februar 2009 - In der Elbmetropole zieht es die meisten Büromieter an eine bessere Adresse. So das Ergebnis der jährlich erscheinenden Studie „Trendguide Büroanmietungen Dresden“ der Dr. Lübke GmbH. Befragt wurden 50 Unternehmen, die in 2008 neue Büroräume in Dresden angemietet haben. Über ein Drittel der befragten Mieter bewegte der Wunsch nach einem repräsentativeren Umfeld zur Suche nach einem neuen Büro. Zweitwichtigster Anlass für den Umzug war zusätzlicher Raumbedarf. Auffällig ist, dass sich in Dresden verhältnismäßig viele der befragten Mieter notgedrungen nach neuen Büroflächen umschauen mussten, da ihnen gekündigt oder ihr Mietvertrag nicht verlängert wurde.



„Wie schon 2007 war die Nettoabsorptionsrate auch 2008 in Dresden erfreulich hoch. So resultieren 42 Prozent aller Büroanmietungen in der sächsischen Landeshauptstadt aus einer echten Flächennachfrage durch überregionale Zuzüge, Neugründungen oder zusätzlichen Flächenbedarf bereits ansässiger Unternehmen“, kommentiert Dr. Eckhard Kaiser, Regionalleiter Dresden der Dr. Lübke GmbH die Ergebnisse der Umfrage. Allerdings machten Neugründungen nur noch 18 Prozent der Anmietungen aus – 2007 waren es noch 32 Prozent. Auch ist der Anteil der Unternehmen, die sich mit dem Umzug verkleinert haben ist gegenüber 2007 um 9 Prozent angestiegen auf 24 Prozent.

Lage und Flächengröße bedingen Umzüge
Gegen den Trend in anderen Bürohochburgen, wie Frankfurt oder Düsseldorf, in denen Platzmangel die meisten Mieter zum Umzug bewegte, zog es die meisten Mieter (34 Prozent) in der Elbmetropole vor allem in ein repräsentativeres Umfeld oder in eine verkehrsgünstigere Lage. Gleichwohl liegt der Wunsch nach einem größeren Büro in Dresden mit 32 Prozent auf Platz zwei der genannten Motive.

Kostendruck noch verhalten
Auch in Dresden sind die Auswirkungen der Finanzkrise noch verhalten. Für nur sechs Prozent war die Suche nach einem günstigeren und für vier Prozent nach einem kleineren Standort ausschlaggebend für den Umzug.
Dies spiegelt sich auch in den Antworten auf die Frage „Würden Sie sich unter der heutigen konjunkturellen Lage wieder für die Anmietung Ihrer neuen Fläche entscheiden?“ wider. Für Dr. Kaiser zeigen sich die Dresdner Mieter bislang noch sichtlich unbeeindruckt von der Finanzkrise: „86 Prozent würden heute definitiv wieder die gleiche Anmietungsentscheidung treffen und die restlichen 14 Prozent wahrscheinlich ebenfalls.“ Auch würde keiner der Befragten seine Anforderungskriterien an die Fläche revidieren und heute beispielsweise ein günstigeres oder kleineres Büro bevorzugen.

Viele unfreiwillige Umzüge
Hinter der Angabe „andere Gründe“ (28 Prozent) bei der Abfrage des wichtigsten Motivs für den Umzug verstecken sich viele unfreiwillige Umzüge. „Viele Mieter machten sich gezwungenermaßen auf die Suche nach einem neuen Büro, da ihr alter Vermieter ihnen gekündigt hat oder den Mietvertrag nicht weiter verlängerte. Die Gründe dafür sind vielfältig: Das Bürogebäude wurde abgerissen oder verkauft, der Vermieter meldete Eigenbedarf an oder war gar insolvent“, erklärt Dr. Kaiser das Phänomen.

Kurze Suchdauer
War die Entscheidung für einen Umzug erst mal gefallen, fand sich in Dresden sehr schnell – in zwei Drittel aller Fälle in weniger als drei Monaten – eine passende Fläche. Dabei war jedoch kein Unternehmen bereit, bei der Lage des neuen Standortes Abstriche zu machen. So gaben fast 80 Prozent an, dass die Lagequalität des neuen Büros besser ist – beispielsweise hinsichtlich seiner Werbewirksamkeit oder durch eine günstigere Verkehrsanbindung. Bei der Ausstattung kommt den Dresdner Büromietern der hohe Ausbaustandard der vielen Neubauten, die nach der Wiedervereinigung entstanden zu Gute. So bezogen lediglich drei Prozent ein Büro mit einer einfacheren Ausstattung.

Geringe Mietsteigerungen
Die Kosten für die repräsentativeren Räumlichkeiten hielten sich jedoch meist im Rahmen. Nur ein Drittel der Befragten muss für das neue Büro eine höhere Miete zahlen – ein Viertel kommt sogar in den Genuss einer günstigeren Miete. Da die Mietpreise in Dresden in den letzten Jahren nur sehr moderat angestiegen sind und es geringe Preisunterschiede zwischen den einzelnen Teilmärkten gibt, dürfte die tatsächliche Mietsteigerung in den meisten Fällen nicht groß ins Gewicht fallen.

Nachhaltigkeit noch in den Kinderschuhen
Auch wenn der Aspekt „Kostensparen durch Anmietung energieeffizienter Flächen“ verstärkt in den Fokus gerückt ist, ist dessen Relevanz für die Anmietungsentscheidung noch relativ gering. Zwar war ein Drittel der Mieter die Energiebilanz der neuen Fläche wichtig – sechs Prozent davon sogar sehr wichtig – aber immerhin 22 Prozent erachten das Thema für weniger wichtig und 45 Prozent gar für unwichtig. „Gleichwohl erwarten wir, dass mit steigenden Energiekosten und Verschärfung der wirtschaftlichen Lage die Höhe der Nebenkosten die Entscheidung für oder wider eine Fläche zunehmend beeinflussen wird“, ist sich Dr. Kaiser sicher.

Für die Kurzstudie „Trendguide Büroanmietungen Dresden“ hat Dr. Lübke 50 Unternehmen telefonisch befragt, die 2008 neue Büroräume in Dresden gemietet haben.

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