(openPR) Doping ist durch ein nebenwirkungsfreies Mittel ersetzbar: Mentale Interventionen können zu herausragenden, vergleichbaren Leistungssteigerungen führen, berichtet Privatdozent Dr. Rolf Frester (Universität Leipzig). Allerdings besitzen nur wenige Experten das optimale Knowhow.
"Diese Kalamität führt nicht selten zum unsachgemäßen Einsatz mentaler Techniken, zu überspitzten Erfolgsverheißungen, zu unkritischem Einsatz von Methoden, wie etwa der Hypnose, deren Anwendung im Sport noch immer heftig diskutiert wird."
Frester fordert eine "anforderungsbezogene Anwendung und regelmäßige Erfolgskontrolle von mentalen Techniken der Relaxation, Regeneration und Mobilisation psychischer Prozesse. Bedingungen für eine positive Wirkung sind:
- Identifikation mit den Zielvorgaben mentaler Intervention
- Kontinuierliches Üben unter fachgerechter Anleitung bis zur Beherrschung der mentalen Mittel und Methoden
- Anforderungsgerechter, sportartenbezogener Einsatz der Mittel
- Sicherung der Erfolgskontrolle mentaler Wirkungen
- Erhöhung der Wirksamkeit mentaler Interventionen durch Methodenkombination
- Modifizierte, altersgerechte Anwendung der Mittel und Methoden"
Nach Erfahrungen von Frester kann durch klug dosierte mentale Interventionen ein Flow-Zustand ausgelöst und verstärkt werden:
- Freude an der Bewegung
- geringes Anstrengungserleben
- hohe Übereinstimmung von subjektiver Wahrnehmung der Bewegungsausführung mit der objektiven Erscheinung
- hohe Stabilität der Ausführung auch bei Bedingungswechsel
- Gefühl der Sicherheit und des Leistungsoptimismus
- gutes Entspannungsgefühl
- Optimierung von Schnelligkeit und Genauigkeit bei der Bewegungsausführung
R. Frester: Mentale Interventionen als Doping-Alternative
in: Wörz, Schröder-Klementa, Kranawetter (Hrsg.), Doping, Aufklärung und Maßnahmen der Prävention
Pabst, 108 Seiten, ISBN 978-3-89967-424-8










