(openPR) Endlich ist sie da. Kenner hochklassigen Jazz-Klavierspiels haben diese CD lange herbeigesehnt. Sie ist der dritte Teil eines bisher vielbejubelten Projekts. Kritiker überboten sich darüber schier mit Lobpreisungen. Der Interpret stoße mit diesen Aufnahmen "immer mehr in die Gipfelregionen des Piano-Olymps vor", schwärmte etwa das "Jazz Podium", "wahre Wunder" entdeckte das französische "Jazzman"-Magazin, und als "Musik für die Insel" erkor das deutsche Presse-Flaggschiff "Die Zeit" die Klänge, die darauf zu hören waren. Hymnen über Hymnen waren zu lesen über einen der gefragtesten Jazz-Pianisten der letzten zehn Jahre und über seine begonnene Trias außergewöhnlicher Aufnahmen: Marc Copland und seine New York Trio Recordings (NYTR). Wenn es nach Marc Copland selbst geht, dann dürften sich die Reaktionen jetzt noch einmal steigern. Denn der Pianist findet, die jetzt vorliegende sei seine bisher "beste Trio-CD" - unter lauter Aufnahmen, die von Jazzkritikern allesamt als herausragend beurteilt wurden. Wer die neue CD hört, wird ihren Ausnahme-Rang sicher schnell entdecken: Night Whispers, Teil 3 der New York Trio Recordings, ist ein Highlight subtiler Klaviertrio-Kunst. In den New Yorker Bennett Studios entstand die Aufnahme unter der Leitung von Pirouet-Programmchef Jason Seizer. Drummer Bill Stewart und Bassist Drew Gress sind hier Coplands Partner. Zusammen mit Bassist Gary Peacock wirkte Bill Stewart in der ersten Ausgabe der New York Trio Recordings mit (CD Modinha), wiederum Gary Peacock und Schlagzeuger Paul Motian spielten in der zweiten mit Copland zusammen (CD Voices). Gress ist Kennern von Coplands Trio-Spiel aus früheren Aufnahmen bekannt (etwa von der Pirouet-CD Some Love Songs). Marc Copland, geboren 1948, ist ein hochsensibler Musiker, der eminent wach auf seine Mitmusiker reagiert. In unterschiedlichen Besetzungen entwickeln seine Töne jeweils ein ganz unterschiedliches Profil. Dasjenige der nun vorliegenden Aufnahme ist besonders faszinierend. Denn es herrscht hier eine so vollendete Chemie zwischen den Partnern, dass über die ganze Dauer der CD hinweg ein Höchstmaß an Kommunikation auf verblüffend leichte und fast beiläufige Art daherkommt. Unspektakulärer kann man nicht spektakulär spielen.
Besetzung
Marc Copland piano, Drew Gress bass, Bill Stewart drums
Tracks
1. Emily · take one 1:59 2. The Bell Tolls 8:35 3. Night Whispers 7:59 4.
Emily · take two 2:51 5. So What 6:58 6. Like It Never Was 6:42 7. Space
Acres 7:06 8. Emily · take three 2:12 9. Scattered Leaves 6:33 10. I Fall In
Love Too Easily 7:31
Presse
Reinhard Köchl in Jazz thing (74/2008):
"Was für eine Band! Was für einc CD! Was für ein Pianist! Wem bislang wirklich noch nichts von Marc Copland zu Ohren gekommen ist, der sollte sich unbedingt 'Another Place" besorgen, Ein Musterbeispiel für interaktive lyrische Höhenflüge. Und vor allem wieder ein völlig anderes Betätigungsfeld: Another Place. Wie Copland und sein langjähriger Freund, der Gitarrist John Abercrombie, dabei einander umgarnen, locken, fordern, wie Drew Gress den Energie-Output mit stabilen, fantasievollen Bassschleifen kontrolliert, wie Billy Hart der kultivierten Ekstase eine unwiderstehliche rhythmische Basis verleiht, so etwas lässt sich kaum planen. Da muss die viel zitierte Chemie stimmen, müssen Musiker in der Lage sein, über ihren eigenen Schatten zu springen. Copland tut dies auf jeder CD, bei jedem Konzert. Einer, der sich abhebt vom Rest und ein völlig eigenständiges harmonisches Konzept entwickelt hat. Das Gegenteil eines Lautsprechers, weshalb die mediale Bewertung seiner Lebensleistung leider häufig in Oberflächlichkeiten stecken bleibt. Deshalb böte sein 60. Geburtstag jetzt die beste Gelegenheit für ein klares Bekenntnis: Marc Copland ist einer der wandelbarsten Jazzpianisten der Gegenwart. Und den gewagten Zusatz: Momentan vielleicht sogar der beste."













