openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Berliner Tagung zum Umgang mit NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut erfolgreich beendet

15.12.200814:14 UhrKunst & Kultur

(openPR) Nach zwei diskussionsintensiven Tagen endete heute das Symposium „Verantwortung wahrnehmen / Taking responsibility“, organisiert von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste anlässlich des zehnten Jahrestages der „Washington Principles“ und gefördert auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch den Beauftragten für Kultur und Medien. Über dreihundert Teilnehmer aus aller Welt – Vertreter der Fachwelt, der Politik, Anwälte der Erben und Opfervertreter – waren in Berlin zusammengekommen, um eine Bilanz der letzten Jahre zu ziehen und künftige Wege und Möglichkeiten bei der Behandlung von Restitutionsfragen zu beraten.

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, lobte das überaus konstruktive Klima der Tagung und die hohe Qualität der Vorträge und Diskussionsbeiträge. Er hob hervor, dass in der Öffentlichkeit und der Fachwelt der Frage der Herkunft von Kunstwerken verstärkt Bedeutung zugemessen werde. Parzinger erklärte: „Wenn es um „faire und gerechte“ Lösungen geht, wie vor 10 Jahren in Washington formuliert, dann ist aus Sicht der Kultureinrichtungen nicht unbedingt eine gesetzliche Regelung der Schlüssel zum Erfolg.“ Er forderte vielmehr: „Es muss endlich losgehen mit einer Provenienzforschung in angemessenem Umfang. Die Einrichtung der Arbeitsstelle für Provenienzrecherche / -forschung in diesem Jahr war ein wichtiger Schritt und Ausgangspunkt für eine breit angelegte Forschung. Die Kultureinrichtungen benötigen darüber hinaus jedoch vor allem die dauerhafte Unterstützung von ihren Trägern.“

Die Veröffentlichung von Zwischenergebnissen der Provenienzforschung für Werke mit unklarer Herkunft wird als Beitrag zur geforderten Transparenz betrachtet. Mit Blick auf die Washington Principles erachtet Parzinger es als wünschenswert, in Zukunft Vertreter der Opferseite in die entsprechenden Gremien und Kommissionen einzubeziehen, was auch von vielen der Tagungsteilnehmer gefordert wurde.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 268115
 107

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Berliner Tagung zum Umgang mit NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut erfolgreich beendet“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Provenienzforschungsprojekt zur anthropologischen Sammlung menschlicher Schädel startet
Provenienzforschungsprojekt zur anthropologischen Sammlung menschlicher Schädel startet
Die SPK prüft in den nächsten zwei Jahren die genaue Herkunft von etwa tausend Schädeln aus der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika, die auf dem Gebiet der heutigen Länder Rwanda, Tansania, Burundi und Mozambique lag. Die Gerda Henkel Stiftung fördert das Pilotprojekt. --- Seit 2011 betreut das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin anthropologische Sammlungen von menschlichen Überresten, die es von der Charité übernommen hat. Ein großer Teil stammt aus ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika und dem Pazifikraum…
SPK erforscht Herkunft von menschlichen Überresten aus Ost-Afrika – Gerda Henkel Stiftung fördert
SPK erforscht Herkunft von menschlichen Überresten aus Ost-Afrika – Gerda Henkel Stiftung fördert
Im Rahmen eines Pilotprojektes wird die SPK ab Anfang Oktober die Provenienz von rund tausend menschlichen Schädeln erforschen, die aus der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika stammen. Das Projekt ist am Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin angesiedelt und wird von der Gerda Henkel Stiftung gefördert. --- Die Schädel gehören zu den anthropologischen Sammlungen, die die SPK 2011 in äußerst schlechtem Zustand von der Charité übernommen hat. In den vergangenen Jahren wurden sie zunächst aufwändig gereinigt und ko…

Das könnte Sie auch interessieren:

Zu Gast beim Führer
Zu Gast beim Führer
… Miniaturen aus der Czernin’schen Gemäldegalerie: Ausgelagert – gestohlen/verloren – wiedergefunden, in: Schölnberger, Pia und Sabine Loitfellner (Ed.), Bergung von Kulturgut im Nationalsozialismus, Mythen – Hintergründe – Auswirkungen, Böhlau 2016 Juffinger, Roswitha, Imma Walderdorff: Czernin. Verzeichnis der Gemälde, Wien 2015. (https://www.researchgate.net/publication/312032399_Roswitha_Juffinger_Imma_Walderdorff_Czernin_Verzeichnis_der_Gemalde_-_Wien_2015) …
Internationale Tagung zur NS-Raubkunst
Internationale Tagung zur NS-Raubkunst
… Conference With Respect to Nazi-Confiscated Art“. In der Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Eigentum, bekannten sich die Verantwortlichen in Deutschland zur Umsetzung dieser Grundsätze. Die Frage der Auffindung und …
Stiftung Preußischer Kulturbesitz zur aktuellen Restitutionsdebatte
Stiftung Preußischer Kulturbesitz zur aktuellen Restitutionsdebatte
… Lösungen nicht zur Disposition“. Die Stiftung werde daher weiterhin intensive, verantwortungsbewusste Provenienzrecherche betreiben und – in begründeten Einzelfällen – NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut zurückgeben. Ferner sagt Parzinger: „Gerade im Hinblick auf die nationalsozialistische Geschichte unseres Landes darf es keine Schlussstrich-Debatte …
Bild: Berliner Konzessionsrechtstage am 28./29. April 2016Bild: Berliner Konzessionsrechtstage am 28./29. April 2016
Berliner Konzessionsrechtstage am 28./29. April 2016
… Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Siegel (Freie Universität Berlin) und Dr. Christian Braun (Braun und Zwetkow Rechtsanwälte, Leipzig) erstmals die Berliner Konzessionsrechtstage statt. Auf der Tagung werden die neuen Rechtsgrundlagen und aktuelle Fragen des neuen Konzessionsvergaberechts in Vorträgen vorgestellt und diskutiert. Sie liefert …
Bild: Internationale Tagung zur Konsolidierung vom 25. bis 27. Januar 2018Bild: Internationale Tagung zur Konsolidierung vom 25. bis 27. Januar 2018
Internationale Tagung zur Konsolidierung vom 25. bis 27. Januar 2018
HAWK-Restaurierung feiert 2018 ihr 30jähriges Bestehen / Öffentlicher Vortrag zu Tutanchamuns Bart --- Das Studienangebot der Konservierung und Restaurierung von Kulturgut für Bachelor und Master ist einzigartig in Norddeutschland und feiert im Wintersemester 2017/2018 den 30. Jahrestag seines Bestehens. Anlässlich dieses Jubiläums veranstalten die beiden …
Tag der Forschung am 4. Juli im neuen KUNST*IGLU der Kunsthalle Bremen
Tag der Forschung am 4. Juli im neuen KUNST*IGLU der Kunsthalle Bremen
… schließt mit einem Einblick in die Provenienzforschung, die den Lebenslauf von Kunstwerken untersucht. Insbesondere geht Uta Protz dabei auf die Frage der Restitution von NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgütern ein. Die drei Vorträge beginnen ab 15 Uhr zu jeder halben Stunde. Bei schönem Wetter sind ab 15 Uhr zudem die Bilderdetektive unterwegs. …
Bild: Berliner Konzessionsrechtstage 2016Bild: Berliner Konzessionsrechtstage 2016
Berliner Konzessionsrechtstage 2016
… Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Siegel (Freie Universität Berlin) und Dr. Christian Braun (Braun und Zwetkow Rechtsanwälte, Leipzig) erstmals die Berliner Konzessionsrechtstage statt. Auf der Tagung werden die neuen Rechtsgrundlagen und aktuelle Fragen des neuen Konzessionsvergaberechts in Vorträgen vorgestellt und diskutiert. Sie liefert …
TU Berlin: Kunst durch Kredit – Buchvorstellung am 9.11.2017
TU Berlin: Kunst durch Kredit – Buchvorstellung am 9.11.2017
… Kredite im Kunstmarkt genauso üblich gewesen seien wie in anderen Branchen. Es bedürfe interdisziplinärer Forschung, um solche vielschichtigen Eigentumswechsel nachzuvollziehen und NS-verfolgungsbedingt entzogene Kunstwerke überhaupt identifizieren zu können, so Lynn Rother. Ihre Dissertation, die nun als Buch erscheint, beschäftigt sich grundlegend mit …
Staatsbibliothek zu Berlin gibt historische Drucke zurück
Staatsbibliothek zu Berlin gibt historische Drucke zurück
… einzelnen Exemplaren aufgefundenen Provenienzspuren. Seit 2007 befasst sich ein speziell eingerichteter Aufgabenbereich mit der Aufarbeitung von Verdachtsfällen hinsichtlich NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut in den Sammlungen der Staatsbibliothek. Im Rahmen eines gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft betreuten Forschungsprojekts werden Struktur …
Bild: Qualtitätsentwicklung in beruflichen Schulen - Fachtagung Konfliktmanagement in Veränderungsprozessen am 11.11.Bild: Qualtitätsentwicklung in beruflichen Schulen - Fachtagung Konfliktmanagement in Veränderungsprozessen am 11.11.
Qualtitätsentwicklung in beruflichen Schulen - Fachtagung Konfliktmanagement in Veränderungsprozessen am 11.11.
Die zweite Runde des QEBS-Projektes geht zu Ende. Berliner berufliche Schulen haben weiter an ihrer Schulentwicklung gearbeitet und implementieren die Balanced Scorecard. Im Zentrum standen in diesem Jahr der Umgang mit Veränderungsprozessen und damit verbundenen Konflikten. Deshalb wendet sich die jährliche Fachtagung am 11.11.2008 in der Jerusalemkirche …
Sie lesen gerade: Berliner Tagung zum Umgang mit NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut erfolgreich beendet