(openPR) Aktuelle Statistik zählt über 900.000 Privatschüler / VDP bestätigt große Nachfrage
Berlin. Immer mehr Schüler in Deutschland besuchen eine Privatschule. Das belegt eine aktuelle Erhebung des Statistischen Bundesamts. Demnach gingen im Schuljahr 2007/08 674.892 Schüler an eine allgemein bildende und 237.408 an eine berufsbildende Schule in freier Trägerschaft. Das sind knapp acht Prozent aller Schüler in Deutschland. Und auch die Zahl der Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen: Knapp 5.000 freie Schulen zählte das Statistische Bundesamt deutschlandweit, das ist ein Zuwachs von rund fünf Prozent. Den deutlichsten Anstieg gab es im Bereich der allgemein bildenden Schulen zu verzeichnen: Insgesamt 153 Neuzugänge vermeldet die Statistik, davon allein 66 Grundschulen.
„Der große Zuwachs an Privatschulen verdeutlicht das steigende Interesse an freier Bildung“, kommentiert die Bundesgeschäftsführerin des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP), Julia Schier, die Ergebnisse. Die aktuelle Statistik spiegele den Elternwunsch nach mehr Alternativen und Pluralität im Schulsystem wider. „Viele Eltern wünschen sich eine größere Vielfalt und vor allem eine persönlichere Förderung ihrer Kinder. Freie Schulen beschreiten mit ihren innovativen pädagogischen Konzepten neue Wege und haben die Möglichkeit, individuell auf die Kinder einzugehen. Der Trend, der sich seit Jahren in den offiziellen Statistiken wiederfindet, zeigt deutlich: Die Nachfrage nach Alternativen zum staatlichen Schulsystem steigt. Dabei spielt sich der eigentliche Boom derzeit noch auf den Wartelisten ab: Aufgrund bürokratischer und finanzieller Hürden ist es in Deutschland nämlich immer noch sehr schwer, eine Schule in freier Trägerschaft zu gründen. Daher hinkt das Angebot der Nachfrage hinterher.“
Der Verband fordere seit Jahren eine ausreichende Finanzhilfe für freie Schulen und weniger Hindernisse für Schulgründer: „Wir wollen gute Bildung für alle. Grundvoraussetzung dafür ist die bessere finanzielle Förderung von Privatschulen, um Schulgelder sozial verträglich zu halten und allen Kindern unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund den Zugang zu freien Einrichtungen zu ermöglichen. Den deutlichen Anstieg an Privatschulen sehen wir auch als Bestätigung unserer Arbeit“, so Schier weiter. „Immer mehr Menschen teilen diese Ansicht und sind vom Erfolg freier Bildungskonzepte überzeugt. Daher gehen wir davon aus, dass der Wachstumstrend auch in Zukunft anhalten wird.“








