(openPR) Hamburg, 20. November 2008 – Immer mehr Schüler nehmen für ihre Hausaufgaben im Fach Latein das Übersetzungsportal tolingo.de in Anspruch. Wie die Hamburger tolingo GmbH mitteilt, wächst die Anzahl der Aufträge, bei denen es sich ersichtlich um „Schul-Latein“ handelt, rapide. „Binnen zwei Monaten hatten wir einen sprunghaften Anstieg von elf auf mehr als 1000 Latein-Anfragen“, sagt tolingo-Geschäftsführer Hanno von der Decken.
Die Schüler wissen getreu dem Motto „Carpe diem“ (nutze den Tag) offenbar die Geschwindigkeit des Internet-Übersetzernetzes zu schätzen. Übersetzungsaufträge, die am frühen Nachmittag unter www.tolingo.de eingestellt werden, sind in der Regel noch am gleichen Abend fertig. Die Kosten von 15 Cent pro Wort lassen sich vom Taschengeld tragen. „Besser, die Schüler geben ihr Geld für Latein-Übersetzungen als für Handy-Klingeltöne aus“, sagt tolingo-Chef Hanno von der Decken. Aufgrund der Nachfrageentwicklung habe man kurzfristig den Pool der Latein-Übersetzer im tolingo-Netzwerk aufgestockt. Wie der tolingo-Geschäftsführer versichert, handelt es sich dabei ausschließlich um zertifizierte Übersetzer und „die Schüler erhalten für ihr Taschengeld professionelle Texte von höchster Qualität“.
Moralische Bedenken hat der tolingo-Chef nicht: „Semper aliquid haeret“. Es bleibe immer etwas hängen, wenn sich der Schüler die fix und fertige Übersetzung durchlese, so dass „summa summarum ein gewisser Lerneffekt“ erzielt werde.
Eine Einschränkung gibt es allerdings: Über tolingo.de lassen sich ausschließlich Übersetzungen aus dem Deutschen ins Lateinische beauftragen. Die Übertragung von Caesars „Bello Gallico“ oder eines anderen lateinischen Textes in die deutsche Sprache bleibt weiterhin den Schülern selbst überlassen.
Aber wie sagte schon Seneca: „Non vitae, sed scholae discimus – nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir“ (Epistulae XVII, 106, 12). Allerdings wird der römische Philosoph in der Regel genau anders herum (falsch) zitiert.








