(openPR) Der diesjährige Welt-COPD-Tag am 19. November weist auf die Hauptursache dieser Krankheit hin: das Rauchen. Nach Angabe der Weltgesundheitsorganisation haben weltweit 600 Million Menschen die Lungenschwäche COPD. Alleine in Deutschland leiden ca. 4 - 5 Millionen Menschen an der chronischen-obstruktiven Bronchitis (engl. Chronic Obstructive Pulmonary Disease), sowie dem in vielen Fällen daraus resultierendem Lungenemphysem. Jeder fünfte Raucher hat diese unheilbare Lungenschwäche.
„Die COPD ist also im wahrsten Sinn des Wortes eine Volkskrankheit. Sie engt zunehmend die Atemwege ein“, sagt Wolfgang Karl Gillißen aus Viersen. Er hat als Betroffener am Niederrhein die COPD Selbsthilfe Viersen gegründet, schloss sich jetzt mit den regionalen Selbsthilfegruppen aus Düsseldorf, Hamm, Steinfurt und Werne zu einer neuen Gemeinschaft zusammen: Die COPD Selbsthilfegruppen-Gemeinschaft.
Ziel des Zusammenschlusses ist es, Betroffene und deren Angehörige auf verständliche Art und Weise in Selbsthilfegruppen zu informieren. Die Gruppe hilft, Wege zur Lösung oder Bewältigung der Probleme jedes Einzelnen zu finden. In der Gemeinschaft einer Selbsthilfegruppe gibt es Rat, Hilfe und Unterstützung, auch beim Umgang mit Ämtern, Behörden, Krankenkassen und anderen Institutionen.
Ziel der COPD Selbsthilfe ist es aber auch, die Öffentlichkeit stärker für das Thema zu sensibilisieren. Denn früh erkannt ist die Krankheit gut in den Griff zu bekommen.
Anzeichen ernst nehmen
COPD-Betroffene haben oft Husten mit Auswurf und leiden schon bei kleiner Anstrengung unter Atemnot. Die Beschwerden wie Auswurf, Husten und Atemnot – die so genannten „AHA-Symptome“ – treten häufig erst auf, wenn die Lunge schon stark geschädigt ist. Diese Beschwerden werden aber oft nicht ernst genommen und gar als „Raucherhusten“ verharmlost. COPD kann nicht geheilt werden. Aber je früher sie diagnostiziert wird, desto besser kann sie behandelt werden. Die Behandlung zielt darauf, den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen und die Beschwerden zu vermindern. Die Diagnose wird durch einen Lungenfunktionstest (Spirometrie) gestellt.
Durch chronisch verengten Bronchien bleibt eingeatmete Luft in der Lunge gefangen und verhindert bei jedem Atemzug die Zufuhr frischer, sauerstoffreicher Luft. Betroffen sind vor allem Raucher und Ex-Raucher. Die Atemwegssituation kann sich langfristig so verschlechtern, dass dem Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes die Luft, der Sauerstoff, knapp wird. Dann kann eine Langzeitsauerstofftherapie helfen, die durch das Einatmen von reinem Sauerstoff die Atempumpe unterstützt. Das führt zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität und zu einer Verlängerung des Lebens insgesamt.
Zuspruch, Erfahrungsaustausch und das Verständnis anderer Betroffener tragen viel dazu bei, die mit einer chronischen Erkrankung einhergehenden psychischen Probleme und sozialen Einschränkungen maßgeblich zu mildern. Dies führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität.
„Wir erleben es im Rahmen unserer Tätigkeit jeden Tag. Durch Gespräche mit Betroffenen wissen wir aber auch, dass es immer noch viele Betroffene gibt, deren Kenntnisse über ihre eigene schwere Erkrankung nur sehr gering, teilweise überhaupt nicht vorhanden sind“, so Wilhelm Rohe, Leiter der regionalen COPD Selbsthilfe Werne. „Grund genug zu versuchen, etwas zur Aufklärung beizutragen und denen zu helfen, die bereits mit diesem Krankheitsbild leben.“
Viele Erkrankte finden nicht den Mut, ihrem Arzt gezielte Fragen zu ihrer Erkrankung zu stellen, so dass Informationsdefizite auf Dauer bestehen bleiben, die eigentlich ausgeräumt werden sollten.
Von den monatlich stattfindenden Gruppentreffen und Gesprächsrunden der COPD Selbsthilfe profitieren alle, Angehörige und Betroffene. Nicht nur wegen der Informationen, sondern auch wegen des Austauschs der Erkenntnisse und Erfahrungen des Einzelnen.
Training für den Muskelaufbau
Viele Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung neigen dazu, körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Dadurch kommt es zu einem Abbau von Muskulatur, und die verbleibende ist überfordert. Dieses verstärkt wieder die Atemnot. Es entsteht ein Teufelskreis, da sich die Betroffenen aus Angst vor Beschwerden immer weniger bewegen. Daher ist ein Training zu empfehlen, durch das die Patienten Muskeln aufbauen und ihre Belastbarkeit testen können.
Die COPD Selbsthilfegruppen haben alle in ihrer Region mehrere Lungensportgruppen, in denen Patienten mit chronischen Atemwegskrankheiten unter Anleitung von Physiotherapeuten trainieren können. Eine Therapie, die auch noch Spaß macht.
Pressekontakt:
COPD Selbsthilfe
Robert von Norman
Am Rethert 26
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Tel.: 0211-744416
Wolfgang K. Gillißen
Regentenstr. 10
41748 Viersen
Tel.: 02162-16522











