(openPR) Die RFA Galerie Berlin zeigt 16 neue Bilder von Wolf Wonder.
Im Kunstraum Herrenhaus Häsen für Contemporary Art findet vom 14.11. - 14-12. 2008 die Ausstellung „Wolf Wonder - Neue Bilder“ statt.
Vernissage ist am Freitag, 14. November 18-21 Uhr.
„Nach aktuellen Schätzungen der Quantenphysik wird unser Kosmos täglich gefüttert mit einer Quadrilliarde neu produzierter Wörter. Das ist die unvorstellbar große Zahl einer 1 mit 27 Nullen. In diesem riesigen Heuhaufen sucht der Künstler die Stecknadel der Wahrheit zu finden“ Wolf Wonder
Wonder nennt seine neuen Bilder bewußt „Schrifttafeln“, in Assoziation zu den frühen antiken Zeugnissen menschlicher Schrift. Die Bilder haben sehr kleine Formate, thematisch geistigen Bereichen wie Politik, Philosophie oder Kunst, zugeordnet. Als Begleiter,gewissermaßen als Lotse, durch diesen Wonderschen Kosmos, dient wie stets bei Wonder das Kleine Tier.
Das Herzstück der Ausstellung sind zwei mittelformatige Bilder, „Father“ und „Home“. Wonder hat die Thematik der bekannten Coming-Home-Reihe neu bearbeitet und hier einen besonderen Aspekt hineingelegt, der psychologisch, phänomenologisch, von großer Tragweite und Tiefe ist: es geht um FAMILIE. Es sind zwei in Acryl mit den Fingern gemalte Bilder, die die typische Acryl-Buntheit haben, kräftiges Magenta, Ultramarinblau, Gelb, Grün und Rot. Das etwas kalt oder leblos wirkende Weiß der industriell grundierten Leinwand ist zudem als Farbinformation, d.h. konzeptuell als Faktor in besonderem Maße eingesetzt; im unteren Bildbereich wird mit sparsam verschmierten Farben flächendeckend ein diffuser lichter minimalistischer Eindruck erzeugt, was in der Bildaussage, wie sich inhaltlich erschließt, von Bedeutung ist.
Wie stets versucht Wonder den traditionellen, akademischen Kunstbegriff zu verlassen und durch Anleihungen bei Wissenschaften wie Physik, Psychologie oder Soziologie, die Subjekivität des Denkens und Fühlens durch distanzierte Wahrnehmung von Manierismus und Folklore des Alltäglichen zu befreien.
Wolf Wonder wurde 1947 in Bredstedt geboren. Er lebt und arbeitet seit 2001 in Berlin, der Stadt, die seine Eltern 1945 fluchtartig verlassen mußten.






















