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Wie bekommt die Kuh jedes Jahr ein Kalb?

06.11.2008 • 17:47 Uhr • Wissenschaft, Forschung, Bildung
Die Teilnehmer des AVA-Fruchtbarkeits-Workshops beim rektalen Untersuchen der Kühe
Die Teilnehmer des AVA-Fruchtbarkeits-Workshops beim rektalen Untersuchen der Kühe

(openPR) Insgesamt 3 Tage dauerte der ausgebuchte Intensiv-Workshop zur Fruchtbarkeit von Kühen der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) in Horstmar-Leer. Denn Antworten zu wichtigen Fragen, die dem Tierarzt begegnen, sollten in diesem Spezialworkshop erarbeitet werden. Der Kursleiter, Fachtierarzt für Rinder und "Reproduktionsspezialist" Dr. Jäkel aus Arnstadt in Thüringen berichtete den teilnehmenden Tierärztinnen und Tierärzten sehr viel Neues zur Thematik. Dr. Jäkel betreut selbst eine sehr große Herde von Milchkühen und auf seinem Betrieb werden sehr viele innovative Vorhaben durchgeführt. Alles zum Wohl der Kühe und zum Wohle der Verbraucher. Die Teilnehmer konnten nachmittags an zahlreichen Organen "üben", um Funktionskörper zu ertasten, Zyklusstände zu erkennen und die genaue Vorgehensweise bei einer Untersuchung zu üben. Selbst "alte Hasen" aus der Praxis haben sehr viel Wissen und Praxis mit nach Hause genommen. Der 2. Tag befasste sich mit der rektalen Untersuchung entsprechender Kühe. Jeder Teilnehmer hatte genügend Tiere zur gynäkologischen Untersuchung zur Verfügung, um in der Diagnostik der Ovarien noch sicherer zu werden. Auch Ultraschalluntersuchungen und Speckdickenmessungen wurden diskutiert und praktisch geübt. Dr. Jäkel gab hinreichend Unterstützung, die jeweiligen Zyklusstände zu definieren. Anschließend wurden wieder theoretische Themen der Fertilität besprochen, wie Ovsynch, Fütterung, Haltung etc. Am 3. Kurstag wurde ein sehr gut geführter Milchviehbetrieb in Steinfurt aufgesucht, der leistungsmäßig zu den Spitzenbetrieben gehört. Hier wurde nach AVA-Checklisten der Bestand "auf den Kopf gestellt". LKV-Daten, Futterdaten, Remonten (und viele andere Dokumentationen) wurden in der Tierärztegruppe mit den Betriebsleitern analysiert und diskutiert. Nach der Stallbegehung und den entsprechenden "Kontrollen" wurde ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der letztendlich zur Maximierung der Fruchtbarkeit und der wahrscheinlichen Erhöhung der Einzeltierleistung um bis zu 500 kg Milch pro Kuh und Jahr dienten, ohne die Tiere zusätzlichen Belastungen auszusetzen. "Die Kühe geben sehr gerne die Milch, wenn man ihnen die wenigen Wünsche der guten Haltung und Fütterung erfüllt", so Dr. Jäkel in seinem Fazit. Die Betriebsleiter waren sehr kooperativ und sehr an dieser Intensivberatung interessiert. "Die AVA wird den weiteren Leistungsverlauf der Herde verfolgen", so EG Hellwig, Fachtierarzt, Gründer und Leiter der hoch anerkannten Fortbildungsgesellschaft für Tierärzte. Die Evaluation der 3 Fertilitätstage durch die teilnehmenden prakt. Tierärzte entsprach der Gesamtnote von 1,2 (gerechnet nach Schulnoten), was einem phantastischen Ergebnis entspricht.


Jeder Teilnehmer bekam genügend neue Ideen für die weitere tierärztliche Bestandsbetreuung. Jeder Tierarzt in der Bestandsbetreuung sollte diesen Workshop "erleben". Einen besseren Praxisbezug wird man kaum finden. Der nächste Kurs dieser Art mit begrenzter Teilnehmerzahl findet vom: 21. bis 23. 5. 2009 statt. Anmelden kann man sich bereits jetzt schon (E-Mail oder auf der Webseite: www.ava1.de ).

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