(openPR) Freiwillige Bereitschaft zum sozialen Engagement fördern
19. Januar 2004
Zur Diskussion über eine soziale Dienstpflicht erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz MdB:
Ein soziales Pflichtjahr für junge Frauen und Männer ist ebenso verfassungswidrig wie unsozial. Die jungen Menschen werden durch den demographischen Wandel ohnehin übermäßig belastet. Ein zusätzlicher einjähriger Zwangsdienst ist unzumutbar. Er widerspricht unserem Rechtsverständnis, dem Lebensgefühl der jungen Menschen und ist vor dem Hintergrund der zunehmenden Überalterung unserer Gesellschaft auch volkswirtschaftlich unsinnig, weil wir einen schnellen Berufseinstieg fördern müssen. Wer den Zivildienst sozialverträglich auflösen will, muss zunächst Fragen der Wehrpflicht und der Wehrgerechtigkeit klären. Zudem vertragen sich Zwang und Zuwendung nicht. Wir müssen die freiwillige Bereitschaft zum sozialen Engagement fördern und nicht durch neue staatliche Pflichten erzwingen wollen.
Autor(en): Annette Widmann-Mauz
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
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