(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Nachdem die Rohölnotierungen bereits am Montag auf ein Acht-Monats-Tief fielen und am Dienstag auf niedrigen Niveau seitwärts tendierten setzte heute Morgen ein weiterer starker Preisrückgang ein. Der Rohölmarkt rechnet mit einer weiter rückläufigen Nachfrage die sich mittlerweile auch auf den asiatischen Markt ausdehnt. So drückten die Notierungen, insbesondere an der ICE in London, heute Morgen zwischenzeitlich sogar auf die 80 Dollarmarke bei einem Minus gegenüber Vortag von mehr als 4 Dollar pro Barrel.
Erst am frühen Nachmittag konnten sich die Kontrakte etwas befestigen und einen Großteil ihrer Verluste wettmachen. Dahinter stand in erster Linie die Euro-Zinssenkung seitens der EZB, da demzufolge der Euro gegenüber dem Dollar gestützt und somit wieder vermehrt Anlagekapital in den Rohstoffbereich transferiert wird. Neben der Europäischen Zentralbank senkten auch die FED, die Bank of England, die Schweiz, Kanada sowie Schweden den Zinssatz. Dennoch blieb der von den Anlegern erhoffte gravierende Anstieg bislang aus, da die Finanzsorgen trotz aller Bemühungen wohl so leicht nicht zu entkräften sind.
Der Abwärtstrend hält also weiter an und auch die Vermutung, dass die OPEC alsbald die Fördermengen drosseln wird, könnte nur begrenzt eine Auswirkung auf den Preis haben. Den Heizölverbraucher muss das jedoch nicht stören, denn er kann sich über weiterhin fallende Preise freuen: Wie schon am Vortag, so passte sich auch heute wieder der Heizölpreis an die Preisbewegungen im Rohölmarkt an und fiel, wenn auch nicht so stark wie zu Beginn der Woche, noch weiter nach unten. Dabei sanken die Bezugskosten auf einen neuen Tiefstand nach dem Jahreshoch von Mitte Juli, als Durchschnittspreise von mehr als 98 Euro pro 100 Litern erreicht wurden.
Die BRENNSTOFFSPIEGEL-Redaktion ermittelte gegenüber Vortag ein bundesdurchschnittliches Minus für eine 3000 Literpartie HEL von knapp einem Euro pro 100 Liter. Damit liegen die Bezugskosten für Heizöl EL nur noch knapp über der Marke von 80 Euro pro 100 Liter. Da ist es nicht verwunderlich, dass aufgrund der vergleichsweise günstigen Preislage und dem bevorstehenden Winter immer öfter mit längeren Lieferfristen zu rechnen ist.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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