(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Nachdem die Rohölnotierungen bereits am Montag auf ein Acht-Montags-Tief fielen, setzte heute ein Seitwärtstrend ein, der sich bis zum Redaktionsschluss im weiteren Tagesverlauf unter Schwankungen fortsetzte. Dabei lagen die Notierungen zwar immer über den Vortagesschlusswerten, kamen jedoch nicht spürbar über die 90 Dollarmarke hinaus. Zwar hatte der US-Kongress das sogenannte Bailout-Paket zur Bankenrettung genehmigt, aber nach wie vor beherrschen Skepsis und Rezessionsängste den Markt. Die Aktienmärkte stürzen dabei immer weiter ab, während sich der der Dollar auf einem Höhenflug befindet.
Für den späten Nachmittag könnten die neuen wöchentlichen US-Ölbestandszahlen neue Impulse in den Markt bringen. Der Ölverbrauch in den USA ist jedoch allein im letzten Monat um fünf Prozent gesunken. Mit schweren Hurrikans ist in diesem Jahr hingegen kaum noch zu rechnen.
Auch wenn viele Börsenanleger in diesen Tagen viel Geld verloren haben, der deutsche Heizölkunde kann sich über die fallenden Preise freuen: Wie schon am Vortag passte sich auch heute wieder der Heizölpreis an die Preisbewegungen im Rohölmarkt an. So gaben die Heizölpreise in der Bundesrepublik heute wieder stark nach und kehrten auf das Preisniveau von Mitte April diesen Jahres zurück. Die BRENNSTOFFSPIEGEL-Redaktion ermittelte gegenüber Montag ein bundesdurchschnittliches Minus für eine 3000 Literpartie HEL von mehr als 2,00 Euro pro 100 Liter. Damit liegen die Bezugskosten für Heizöl EL nur noch knapp über der Marke von 81 Euro pro 100 Liter und nähern sich einem neuen Tiefstpreis nach dem Rekordhoch von Mitte Juli, als Preise von mehr als 98 Euro pro 100 Litern erreicht wurden. Unverändert ist daher, aufgrund des vergleichsweise günstigen Preisniveaus und den kühleren Temperaturen, mancherorts mit längeren Lieferfristen zu rechnen.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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