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Erste Zeichen für leichte Konjunkturbelebung

01.01.200410:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Die ersten Ergebnisse der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für die Bundesrepublik Deutschland für das dritte Quartal 2003Auch nach der Jahresmitte hat sich das Tempo der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kaum beschleunigt, so der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin 45/2003. Ersten vorläufigen Berechnungen zufolge kam es im 3. Quartal 2003 gegenüber dem Vorquartal beim realen saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukt zu einem leichten Zuwachs (0,1 %). Im Vergleich zum Vorjahr war das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 % geringer. Die seit nunmehr drei Jahren anhaltende Stagnation der deutschen Wirtschaft konnte damit auch im Berichtszeitraum nicht überwunden werden. Im 4. Quartal 2003 könnte die Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts allerdings gegenüber dem Vorquartal ein viertel Prozent betragen. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Plus von 0,2 %. Damit sind erste Zeichen für eine konjunkturelle Belebung erkennbar.Einer wieder aufwärts gerichteten Entwicklung im Exportgeschäft – nach einem deutlichen Rückgang im ersten Halbjahr – stand eine schwächere Inlandsnachfrage gegenüber. Dies lag vor allem am privaten Konsum. Zwar expandierte er zu Jahresbeginn, doch hat sich danach erneut die Konsumzurückhaltung durchgesetzt – sichtbar in der leicht gestiegenen Sparquote.Die Ausrüstungsinvestitionen stagnierten im Berichtszeitraum. Auch wenn hier ein Ende der Talfahrt erreicht ist, so ist die inländische Nachfrage noch nicht stark genug, um größere Wachstumsimpulse zu geben. Die Bauinvestitionen waren nach einem leichten Plus im Vorquartal – begünstigt durch Nachholeffekte – in der Tendenz wieder geringfügig abwärts gerichtet.In der Industrie spricht die Entwicklung der Auftragseingänge für eine Wachstumsbeschleunigung zum Jahresende; insbesondere die Auftragseingänge aus dem Ausland liegen deutlich im Plus. Vom produzierenden Gewerbe dürften damit zum Jahresende positive Beiträge auf die Gesamtwirtschaft ausgehen. Davon profitieren in erster Linie die Ausrüstungsinvestitionen. Die Auftragseingänge bei den Investitionsgüterherstellern sind stärker gewachsen als in der Industrie insgesamt. Bei den Bauinvestitionen ist ein Ende der schwachen Entwicklung noch nicht in Sicht. Aufgrund der eingetrübten Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie der schwachen Entwicklung bei den Realeinkommen ist kaum mit einer nennenswerten Zunahme des privaten Konsums zu rechnen. Eine positive Entscheidung zum Vorziehen der dritten Stufe der Steuerreform, die bis zum Dezember vorliegen muss, um zu Beginn des kommenden Jahres wirksam zu werden, könnte die gedrückte Stimmung bei den Konsumenten etwas aufhellen.Die Exporte werden im Jahresendquartal weiter zulegen. Die Importe dürften, nicht zuletzt wegen der schwachen Binnenkonjunktur, nur wenig steigen. Vom Außenbeitrag werden somit zum Jahresende positive Wachstumsimpulse ausgehen.



Baukonjunktur 2003/2004: partielle Aufhellung, aber kein wirklicher Lichtblick Das Bauvolumen – als Gesamtleistung aller an der Bautätigkeit beteiligten Branchen (Bauhauptgewerbe, Ausbaugewerbe sowie baunahe Dienstleistungen) – wird im Jahr 2003 um 2,7% gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. In der ersten Hälfte dieses Jahres fiel das Bauvolumen um etwa 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Derzeit zieht die Nachfrage vor allem im Wohnungsbau an, deshalb ist für das zweite Halbjahr mit Zuwächsen zu rechnen. Die vergleichsweise günstige Entwicklung im zweiten Halbjahr ist aber noch keineswegs als Aufschwung am Bau zu werten. Vielmehr handelt es um eine vorübergehende Belebung, die nicht weiter trägt. Sie geht vor allem vom Wohnungsbau aus, bei dem es infolge der Diskussion um Subventionskürzung zu Vorzieheffekten kommt. Im Wirtschaftsbau ist bisher keine Nachfragebelebung in Sicht. Der öffentliche Bau steht weiterhin unter dem Vorzeichen einer angespannten Finanzlage der öffentlichen Haushalte, insbesondere bei den Gemeinden. Bei dieser Ausgangslage kann auch für das Jahr 2004 kein Zuwachs der Bauproduktion erwartet werden. Im gewichtigsten Bereich Wohnungsbau wird sich schon bald die bislang vorherrschende – wenn auch zeitweilig unterbrochene – Abwärtstendenz fortsetzen. Insgesamt dürfte das Bauvolumen im Jahre 2004 um 2 % geringer ausfallen als dieses Jahr.

 

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