(openPR) Das weitgehende Rauchverbot in der Gastronomie hat den Christ-Sozialen in Bayern ihre historische Wahlniederlage beschert, meint Netzwerk Rauchen, die führende Bundesvereinigung gegen die Diskriminierung der Tabakgenießer. Die CSU verlor besonders viele Stimmen in den Altersgruppen, in denen Raucher überproportional vertreten sind.
Der größte Verlust einer Partei bei einer deutschen Landtagswahl seit 1950 sei auch ein „Fanal der Freiheit und des Widerstandsgeistes“, erklärt der Bundesvorsitzende, Michael Löb. „Unsere Aufklärungsarbeit hat dazu einen Beitrag geleistet.“
Netzwerk Rauchen hatte mit den Informationsblättern „Neues vom Schelm“ und der Website bayernwahlen.de intensiv für einen Denkzettel an die Adresse der CSU gekämpft.
Auch das schlechteste Wahlresultat, das die SPD je in Bayern verbucht hat, ist ihrer Zustimmung zum absoluten Rauchverbot in Gaststätten geschuldet.
Wichtig sei nach Ansicht der Rauchervereinigung nun, dass die richtigen personellen Konsequenzen gezogen würden.
„Der Hauptverantwortliche für das CSU-Desaster ist der Vorsitzende der Landtagsfraktion, Georg Schmid“, so Christoph Lövenich vom Netzwerk Rauchen, „der Schüttel-Schorsch muss weg, im Interesse Bayerns und der Selbstbestimmung der Menschen“.
Netzwerk Rauchen lobt die bayerische Widerspenstigkeit als Teil des „sozialen Ungehorsams“, zu dem Prinz Luitpold von Bayern kürzlich aus Anlass zunehmender Prohibition und Genussbekämpfung aufgerufen hatte.
Es wird erwartet, dass dieses historische Erdbeben auch Einfluss auf die Diskussion um die Anpassung der Rauchverbote in den anderen Bundesländern haben wird.









