(openPR) Für Unzufriedenheit bietet der Beruf immer wieder ausreichend Nährboden, zeigt der 2007 DGB-Index „Gute Arbeit“. Demnach ist jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland extrem unzufrieden. Nur 11 Prozent der Frauen und 12 Prozent der Männer empfinden Ihren Job als umfassend positiv. Gerade Vollzeit-arbeitende Frauen sind unzufrieden, etwa im Hinblick auf Informationsfluss, Betriebsklima und das emotionale Miteinander.
Häufen sich viele Enttäuschungen, kann das unangenehme Folgen haben. Dauerfrust ist eine unkontrollierte Stresssituation. Mein Körper will mich dazu bringen, etwas zu verändern. Er schüttet Hormone aus, besonders das Stresshormon Cortisol. In der Folge leiden wir etwa unter Schlafstörungen, Bluthochdruck oder schwächelndem Immunsystem.
So mancher Frust lässt sich allerdings schon im Vorfeld eindämmen. Beherzigen Sie die drei folgenden Ratschläge, um mit einem besseren Gefühl Ihren Alltag zu bewältigen:
Eigene Wünsche ergründen
Viele Leidensgenossen versuchen, es allen recht zu machen. Dahinter steckt häufig ein hohes Bedürfnis nach Anerkennung. Das Selbstwertgefühl ziehen sie aus dem Feedback von außen. Wenn Ihnen Lob versagt bleibt, oder Sie Kritik ernten, fühlen Sie sich persönlich angegriffen und zweifeln an sich.
Dem lässt sich mit gestärktem Selbstwertgefühl souveräner begegnen. So hilft es, sich ganz in Ruhe Gedanken über die eigenen Bedürfnisse zu machen. Beantworten Sie die Frage: Was lässt mich blühen, und was lässt mich welken? Wer seine Wünsche kennt, gewinnt Selbstvertrauen und steckt die nächsten Ärgernisse besser weg.
Nicht gegen Windmühlen kämpfen
Was wir nicht ändern können, sollten wir akzeptieren. Ein Beispiel: Wir ärgern uns, dass ein Kollege die Leitung eines Projektes bekommt, auf die wir selbst spekuliert haben. Dieser Frust lässt sich vermeiden, indem wir den Unterschied zwischen unseren Interesse- und Einflussbereichen bewusst machen. Die Entscheidung des Chefs können wir nicht rückgängig machen. Also sagen wir uns: Wer weiß, wofür es gut ist, dass das Projekt nicht an mich ging. Vielleicht kommen noch spannendere Aufgaben. Mit dieser Einstellung steigen die Chancen, beim nächsten Mal ausgewählt zu werden.
Pausentaste drücken
Kaum ist ein kränkender Satz gefallen, spüren wir den Ärger in uns aufsteigen. Damit er nicht Besitz von uns ergreift, heißt es cool bleiben, durchatmen und innerlich die Pausentaste drücken. In dieser Sekunde zwischen Reiz und Reaktion, gewinnen wir wertvolle Zeit.
Wenn der Kollege oder die Kollegin stichelt, als Sie pünktlich das Büro verlassen wollen: „Na, hast Du Dir einen halben Tag frei genommen?“, nicht auf die Rechtfertigung zurückschießen, sondern kurz sacken lassen. Das gibt uns das Gefühl handlungsfähig zu sein, etwa mit dem passenden Satz:„Ich mache doch nur Pause – bis morgen früh!“








