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Selbständige fordern sechsjährige Grundschule - Umfrage: Note 3,6 für Bildungspolitik in Baden-Württemberg

01.09.200816:15 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Selbständige fordern sechsjährige Grundschule - Umfrage: Note 3,6 für Bildungspolitik in Baden-Württemberg
Wie lange sollten Schüler Ihrer Meinung nach eine gemeinsame Schule besu-chen, bevor sie auf unterschiedliche Schulformen aufgeteilt werden?
Wie lange sollten Schüler Ihrer Meinung nach eine gemeinsame Schule besu-chen, bevor sie auf unterschiedliche Schulformen aufgeteilt werden?

(openPR) Stuttgart. Nur rund ein Drittel der Mittelständler im Land hält es für sinnvoll, die Schüler bereits nach vier Jahren auf unterschiedliche Schularten aufzuteilen. Insgesamt sind 65 Prozent der Meinung, dass Schüler länger als bisher gemeinsam lernen sollten. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Bundes der Selbständigen Baden-Württemberg (BDS) zur Bildungspolitik unter 691 Unternehmen. Der Präsident des Verbandes, Günther Hieber, forderte die Landesregierung auf, ohne ideologische Scheuklappen über eine Verlängerung der Grundschulzeit nachzudenken.



Obwohl sich Baden-Württemberg laut einer jüngst veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) des zweitbesten Bildungssystems in Deutschland rühmen kann, zeigten sich die befragten Unternehmer deutlich weniger enthusiastisch als Kultusminister Helmut Rau, der das Abschneiden des Bildungssystems vor einigen Tagen ein „ausgezeichnetes Zeugnis“ gewertet hatte. Von den Teilnehmern der BDS-Umfrage bewerteten nur 10,5 Prozent der Selbständigen die Vorbereitung der Schul-abgänger auf das Berufsleben als „gut“ oder „sehr gut“. Die Noten „mangelhaft“ und „ungenügend“ vergaben mit rund 21 Prozent beinahe doppelt so viele. Insgesamt benoten die Selbständigen die baden-württembergische Bildungspolitik mit der Durchschnittsnote 3,6.

Auch die jüngst angekündigte Bildungsoffensive konnte die Unternehmer nicht wirklich überzeugen: Mit 64,4 Prozent hält die deutliche Mehrheit die Maßnahme zwar für einen Schritt in die richtige Richtung, aber nicht für ausreichend. Rund 23 Prozent der Be-fragten sind sogar der Meinung, zusätzliche Mittel ohne strukturelle Änderungen seien eine Fehlinvestition. 12,5 Prozent sind der Meinung, die Bildungsoffensive sei genau das Richtige.

Angesichts dieses kritischen Urteils mag es überraschen, dass die Unternehmer sich hinsichtlich der Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems mehrheitlich hinter die Landesregierung stellen: Fast 65 Prozent der Befragten sprechen sich gegen eine Abschaffung der Hauptschule aus. Im Gegenzug fordern die Selbständigen jedoch konsequente Reformbereitschaft in anderen Bereichen: 64,7 Prozent sind der Meinung, dass Schüler länger als bisher gemeinsam lernen sollten und 69,7 Prozent sind für einen verstärkten Ausbau der Ganztagsschulen.

„Wir fordern die Landesregierung auf, ohne ideologische Scheuklappen über eine Verlängerung der Grundschulzeit nachzudenken“, sagte BDS-Präsident Günther Hieber heute in Stuttgart. „Ein mehrgliedriges Schulsystem ist nur im Sinne der Jugendlichen und der Ausbildungsbetriebe, wenn schwächere Kinder vor der Aufteilung ausreichend gefördert und möglichst viele Schüler mitgenommen werden. Dazu reichen vier Jahre nicht aus.“ Die Unternehmen könnten in Zeiten des Fachkräftemangels auf keinen qualifizierten Mitarbeiter verzichten, so Hieber weiter.

Zur Studie:
An der Studie haben sich 691 BDS-Mitglieder im Zeitraum zwischen 8. und 19. August 2008 beteiligt.
Die ausführliche Studie finden Sie unter www.bds-bw.de

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