(openPR) Wie schon berichtet, wurde die POLY-MARKET GmbH vom Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments eingeladen, am 24.06.2008 mündlich über ihre Petition 508/06 vor dem Ausschuss vorzutragen. Im Mittelpunkt der Petition stehen die wechselseitigen Beteuerungen der britischen Aufsichtsbehörde FSA und der deutschen BaFin, für vermutete Verstöße der Clerical Medical gegenüber deutschen Kunden überhaupt nicht zuständig zu sein.
Unter ähnlicher Problematik hatte - nach dem Votum eines eigenen Untersuchungsausschusses- das Europäische Parlament am 19.6.2007 mit überwältigender Mehrheit die Haftung der britischen Regierung und ihrer Aufsichtsorgane für Schäden festgestellt, die die britische Versicherungsgesellschaft Equitable Life (ELAS) in Höhe von 6 Milliarden EUR gegenüber ihren Kunden verursachte.
Zwei unserer Mitpetenten, darunter auch der Verein FAIRHELP 2007 (www.fairhelp2007.de), hatten einige Vortragsteile übernommen. Neben der grundsätzlichen Ausleuchtung des inzwischen deutlich hervortretenden CMI-Fiaskos beeindruckte ein Einzelpetent mit der Schilderung seines katastrophalen wirtschaftlichen Abstiegs durch die Kapitalanlage bei der Clerical Medical.
Aus Zeitgründen musste unser Vortrag etwas verkürzt werden. Wir haben aber unsere Vortragstexte - auf ausdrücklichen Wunsch des Vorsitzenden - beim Ausschuss vorgelegt. Dies werten wir als einen zusätzlichen Vorteil, da sie in all der EU-Sprachen übersetzt und verteilt werden.
Der Vorsitzende versprach, sein Gremium werde mit aller Kraft die CMI-Angelegenheit weiter behandeln und auf Abhilfe dringen. Er sicherte uns geradezu feierlich zu, in kürzester Zeit erneut vor dem Ausschuss vortragen zu dürfen.
Anlass dieses Versprechens war zweifellos, dass die POLY-MARKET GmbH inzwischen eine Folgepetition mit 8 weiteren Einzelfeldern vorgelegt hatte, bei denen von uns vermutete Verstöße der CMI und Diskriminierungen europäischer Bürger gegenüber Briten aufgezeigt und umfänglich dokumentiert wurden (www.poly-market.de).
Im Rahmen unseres Vortrages haben wir gleichlautend den förmlichen Antrag gestellt, den bisherigen EU- Untersuchungsausschuss neu zu berufen und jetzt vorzugsweise das Augenmerk auf die Clerical Medical zu richten.
Eine wertvolle Hilfestellung gaben uns drei ELAS-Petenten, die von absoluter Untätigkeit der britischen Regierung berichteten und keine Spur einer Wiedergutmachungsleistung erkennen konnten
Ein Petent wörtlich: "Die britische Regierung lügt und betrügt, sie täuscht und verzögert. Herr Vorsitzender, wenn Sie nicht jetzt mit ganzer Kraft tätig werden, gehören Sie bald auch zu den Opfern".
Er wies daraufhin, dass im UK nach seiner Schätzung Schäden durch andere britische Gesellschaften in Höhe von etwa 13 Mrd. EUR verursacht worden seien. Auch er erneuerte den Antrag auf einen neuen Untersuchungsausschuss.
Der Vorsitzende gab Auftrag, in diesem Sinne ein Schreiben an den europäischen Parlamentspräsidenten zu richten.
Ein weiteres Mal wird deutlich, dass sich das EU-Parlament in geradezu vorbildlicher Weise um die vorliegende Problematik kümmert und dem Verbraucherschutz eine vorrangige Berechtigung einräumt.
Wir sehen die Einladung als einen großen Erfolg unserer bisherigen Initiativen und werden diese noch engagierter fortführen, bis eine Lösung erreicht ist.
Davon unabhängig stehen wir weiter in Korrespondenz mit der EU-Kommission, die sich verdienstvoll um die Fortentwicklung von freiem Handel und Verbraucherschutz in der EU bemüht.
Ein Beispiel ist das persönliche Schreiben von Kommissar McCreevy (s. unter News).
Um noch größere Marktmacht zu gewinnen, sind uns weitere Mitpetenten willkommen. Beitrittsformulare und Bedingungen unter www.poly-market.de.

















