(openPR) Unter der bedrohlichen gegenwärtigen Finanzkrise und der knapp vermiedenen Insolvenz der britischen Halifax Bank of Scotland HBOS, Mutter der Clerical Medical, müssen verunsicherte Kapitalanleger verstärkt auf Warnzeichen achten, die eine erhebliche Verschärfung der schon bestehenden Schadenszustände anzeigen könnten.
Die Clerical Medical (CMI) hat in Deutschland seit 1995 mit britischen Lebensversicherungen eine starke Marktstellung erobert. Unter den ca. 120.000 Verträgen „mit garantiertem Wertzuwachs“ sind ca. 20.000 kreditfinanzierte „Hebelverträge“, die inzwischen überwiegend notleidend geworden sind. Experten schätzen die Abweichung von Prognose zu tatsächlicher Entwicklung auf beiderseits von 1 Mrd. EURO.
Die POLY-MARKET GmbH versteht sich als Wachposten, auch für ihre zahlreichen Mitpetenten im Rahmen der eingereichten EU-Petition (508/20006). Diese richtet sich gegen die wechselseitig behauptete tatenlose Unzuständigkeit der britischen und deutschen Aufsichtsbehörden am Beispiel der Clerical Medical (Einzelheiten siehe www.poly-market.de und www.fairhelp2007.de )
Das Europäische Parlament hatte im Sommer 2007 - nach dem schonungslosen Bericht eines eingesetzten Untersuchungsausschusses - die britische Regierung mit überwältigender Mehrheit in die Verantwortung für Milliardenschäden der Versicherungsgesellschaft Equitable Life genommen. Mit ihrer Petition will die POLY-MARKET GmbH eine Fortsetzung des Untersuchungsausschusses erreichen, diesmal mit Blick auf das Geschäftsverhalten der Clerical Medical (CMI).
In diese Lage platzt die öffentliche Mitteilung der britischen Aufsichtsbehörde FSA, dass eine Aufsicht gegenüber der HBOS London seit November 2007 nicht mehr besteht. Da aber erhebliche Beträge von CMI-Anlegern in den Verfügungsbereich der HBOS geflossen sind - so die offizielle Mitteilung der CMI - muss die Frage beantwortet werden, ob diese Gelder möglicherweise in den Strudel des Kapitalabsturzes gerieten und welche Sicherheiten noch weiter bestehen.
Die POLY-MARKET GmbH hat daher die FSA mit nachfolgendem Schreiben um klare Auskunft gebeten (siehe nachfolgend einige Auszüge). Eine Antwort steht noch aus.
"Entzug der FSA-Fachaufsicht gegenüber HBOS Treasury Services Plc
und Insight Investment plc
Sehr geehrte Damen und Herren,
beim Studium Ihres FSA-Registers lasen wir mit großer Bestürzung, dass die HBOS Treasury Services Plc seit dem 29.11.2007 nicht mehr Ihrer Dienstaufsicht unterliegt („No longer Authorised“).
Einen ähnlichen Vorgang hatten wir im letzten Jahr bezogen auf die (HBOS-Kapitalanlagegesellschaft) Insight Investment Ltd. festgestellt. Unsere Anfrage bei Ihnen führte allerdings zur Informationsverweigerung mit dem Hinweis auf die Vertraulichkeit der Information (FSA, Mr. James O´Neill, vom 21.05 2007). Das kann nicht länger hingenommen werden.
Wir greifen den Gesamtkomplex hiermit erneut auf und ersuchen Sie zu beiden Firmen um eine umfassende Erklärung über Hintergründe und wirtschaftliche Auswirkungen auf uns als deutsche CMI-Kunden.
Unser Anliegen ist dadurch berechtigt, dass die HBOS als 100%ige Muttergesellschaft der Clerical Medical Investment Group Ltd (CMI) wie auch der Insight-Investment Ltd die Geschicke der beiden Gesellschaften maßgeblich bestimmt…
…Angesichts des dramatischen Kapitalverlustes der HBOS an den Börsen begehren wir eine verbindliche Auskunft der britischen Aufsichtsbehörde, ob …(zur HBOS)... transferierte CMI-Anlagegelder separat und sicher angelegt sind; ebenso, ob die in der CMI-PPFM erklärten „höheren Risiken“ der Anlage sich innerhalb der erlaubten Risikogrenzen (welche?) halten, ob die erzielten Erträge (welche?) im gebotenen Umfang an die CMI-Investoren zurückfließen (wann?) und ob aus dem Rückversicherungsgeschäft der CMI (in welchem Umfang?) gegenüber der HBOS keine weiteren Risiken für die CMI-Policeninhaber entstehen können.
Weiterhin bitten wir um Auskunft, in welcher Höhe die von der FSA verfügten Kapitalreserven (FAR) durch freiwillige Leistungen der CMI überboten wurden. Damit einhergehend bitten wir um Ihre Beurteilung, ob die miserablen Policen-Wertzuwächse von 3x 0,5% und 1% seit 2005 in den Augen der FSA angemessen sind. Denn in vielen CMI-Musterberechnungen beiderseits des Jahres 2002 hatte eine angeblich offizielle FSA(!)-Einschätzung von 6% p.a. für Kundenvertrauen und hohe Geschäftsabschlüsse in Deutschland gesorgt.
Unsere Fragen und Anliegen berühren eindeutig den Bereich der Finanzaufsicht („Prudential Supervision“), so dass sie ausschließlich in die Zuständigkeit der FSA fallen."





