(openPR) Augenzeugen und Betroffene berichten von unvorstellbarer Gewalt durch das indonesische Militär an der indigenen Bevölkerung West Papuas. Kirchen und Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm, Politiker aber schweigen. Erzbischof Desmond Tutu: „Dem Volk West Papuas werden die Menschenrechte verweigert, auch das Recht auf Selbstbestimmung. Ihre Schreie für Gerechtigkeit und Freiheit stoßen auf taube Ohren. Ich werde sie in mein Gebet mit einschließen!“
Keulig, 1. Vorsitzender von Freunde der Naturvölker e.V.: „Die Situation in West Papua ist schlimmer als in Tibet, findet jedoch kaum Beachtung in den Medien. Menschenrechtsbeobachtern, ausländischen Journalisten und sogar dem UN Flüchtlingshilfswerk wird der Zutritt durch die indonesische Regierung verweigert. Uns ist es dennoch mehrmals gelungen heimlich in diese Region zu reisen und Filmmaterial außer Landes zu bringen.“
Anlässlich des internationalen Tages der indigenen Völker findet am 09.08.2008 die Filmpräsentation: „West Papua - The secret war in Asia“ von und mit Steffen Keulig im Rahmen des Kultursommers 2008 in 21481 Lauenburg/Elbe, Hohler Weg 36 um 15 Uhr (Einlass: 14 Uhr) in der Galerie mex4art von Alexander Graf zu Rantzau statt. Info: http://www.mex4art.de/index.html
mex4art freut sich, den im September 2007 gemeinsam mit dem „Dschungelkind“ und Bestsellerautorin Sabine Kuegler auf der Biennale in Venedig uraufgeführten Film in der Galerie präsentieren zu können.
West Papua ist die östlichste Provinz von Indonesien und wurde 1969 offiziell (inoffiziell seit 1963) nach einem umstrittenen Referendum dem Vielvölkerstaat einverleibt. Das haben die Papua nie anerkannt und kämpfen seitdem um ihre Unabhängigkeit. Konservative Schätzungen gehen von über 100.000 getöteten Indigenen aus. In West Papua befindet sich u.a. eine der weltweit größten Gold- und Kupferminen der Welt, betrieben von dem US amerikanischen Konzern Freeport. Alleine auf das Hissen der verbotenen West Papua Fahne stehen bis zu 15 Jahre Gefängnis.
Der indonesische Außenminister Hassan Wirajuda hatte erst kürzlich die Politik seiner Regierung erneut verteidigt, dass ausländische Journalisten und Menschenrechtsbeobachter weiterhin keinen Zugang nach West Papua bekommen. Er sagte gegenüber australischen Journalisten: „Sie sollten nicht denken, dass der beschränkte Zugang bedeutet, dass wir etwas verstecken wollen.“
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.naturvoelker.org












