(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Nach der Veröffentlichung etwas widersprüchlicher US-Ölbestandsdaten von API und DOE kam es anfänglich zu Schwankungen am Markt, da die zuerst bekannt gegebenen API-Daten einen deutlichen Rohölbestandsabbau zeigten, während die danach bekannt gegebenen DOE-Daten einen deutlichen Rohölbestandsaufbau zeigten. Die Mitteldestillate hingegen zeigten jeweils einen kräftiger als erwarteten Bestandsaufbau, während Benzin einen deutlich kräftiger als erwarteten Bestandsabbau zeigte. Am Ende setzte sich jedoch eine bearishe Beurteilung der US-Bestandszahlen durch. Die Preise setzten zum Sinkflug an und erreichten nicht nur ein neues Tages-, sondern bei den Rohölkontrakten sogar ein neues 3-Monatstief. Bei Notierungen um die 117 Dollar pro Barrel für NYMEX-Rohöl prallte der Abwärtstrend jedoch nach oben ab und so zeigten sich die Kontrakte heute Morgen bereits wenig verändert mit leichter Befestigung.
Die Preise an den Börsen zeigten sich dann im Vormittagshandel stark schwankend, aber die Auftriebskräfte dominierten hier bereits und am frühen Nachmittag gewannen diese die Oberhand. Versorgungsängste (Iran, Türkei, Nigeria) dominierten das Marktgeschehen, insbesondere nachdem aus der Türkei gemeldet wurde, die BTC-Pipeline steht immer noch in Flammen und die Tanks aus denen bisher das Öl zur Beladung der Tanker in Ceyhan bereit gestellt wurde, sind leer. Darüber hinaus waren aber auch technische Auftriebskräfte wirksam.
Der Heizölabsatz Deutschlands hat sich in den letzten Tagen nicht unerwartet deutlich gesteigert. Offensichtlich wird die Bevorratung privater Haushalte für den kommenden Winter bereits im September weitgehend abgeschlossen sein, so die Einschätzung von OMR Oil Market Report.
Denn auch heute setzte sich der Abwärtstrend im deutschen Heizölmarkt weiter fort. Brennstoffspiegel und mineralölrundschau ermittelte ein Minus gegenüber Vortag in Höhe von rund 0,80 Euro pro 100 Liter. Dabei näherte sich der Bundesdurchschnittspreis erstmals seit Ende April diesen Jahres der Marke von 86 Euro pro 100 Liter und die Differenz zum letzten Jahreshoch beim Kauf einer 3000 Literpartie vergrößerte sich weiter (zurzeit mehr als 350 Euro).
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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