(openPR) Die GAL Potsdam kritisiert scharf die jüngste Neueinstellung des amtierenden AStA der Universität Potsdam. So wurde der bisherge AStA-Referent für das Kulturzentrum (KuZe) nun als technischer Leiter für das KuZe eingestellt.
"Wir haben keine Anhaltspunkte des Bewerbungsverfahren zu kritisieren. Dennoch ist es unglücklich, wenn ein AStA einen der eigenen Kollegen anderen BewerberInnen vorzieht.", sagt dazu Björn Ruberg (GAL).
Der frühere Referent und neue Angestellte ist gleichzeitig Mitglied in der AStA-tragenden offenen linken liste (oll). Im Rückblick auf die vergangene Legislatur erzeugt das besonderes Misstrauen.
Von den drei durch diesen AStA neu eingstellten Personen waren zwei Mitglieder der offenen linken liste. Die dritte Person stand den Koalitionslisten zumindest nah.
"Der AStA veröffentlicht keine Informationen über die Bewerbungsverfahren. Wir können also nur mutmaßen, inwieweit Personen von außerhalb der Koalitionslisten fair berücksichtigt wurden. Fakt ist, dass von diesem AStA niemand eingestellt wurde, der nicht zu den Koaltionslisten gehörte oder zumindest persönliche Beziehungen zu ihnen hat.", erklärt Ruberg.
Dass es auch anders geht hatte die GAL in der vorherigen AStA-Legislatur bewiesen. Von den drei unter GAL-Beteiligung neu angestellten Personen kam keine einzige aus dem Umfeld der damaligen Koalition. Jobs beim AStA werden mit 11 Euro die Stunde vergütet und sind daher sehr attraktiv.
"AStA-Angestellte sollten gut mit dem AStA zusammenarbeiten können, auch im Fall dass sich dessen politische Zusammensetzung ändert.", mahnt Ruberg.
"Da die Mitgliedschaft in konkurrierenden Listen sich negativ auf die Arbeitsatmospähre auswirken kann, sollten AStA-Angestellte nach Möglichkeit nicht aus diesen kommen.
Die Besetzung von wichtigen Posten mit eigenen Leuten kann natürlich auch ein Versuch der Zementierung der eigenen Macht sein. Gegenüber der Opposition ist das schlichtweg unfair."
Doch nicht nur über Beschäftigungsverhältnisse mit dem AStA erhalten Mitglieder der oll nun wieder mehr Geld aus den Mitteln der Studierendenschaft. Dieser AStA vergab Honorarverträge und Moderationsaufträge mit Vorliebe an die Mitglieder dieser Liste. Über 1000 Euro gingen so nachweislich an Mitglieder der oll. Da der AStA viele Nachfragen zu Finanzbeschlüssen schlichtweg nicht beantwortet hat, bleibt hier zusätzlich eine mindestens gleich große Dunkelziffer bestehen.
Die offene linke liste war in der letzten Legislatur größte AStA-tragende Liste. Sie wurde in den letzten drei Jahren jedes Mal von den WählerInnen abgestraft und stürzte von ehemals elf auf mittlerweile drei Sitze im Studierendenparlament ab. Die Juso-HSG hat sich trotz allem zu einer erneuten Koalition mit dieser Liste entschieden und die Einstellungs- und Geldvergabepolitik im amtierenden AStA mitgetragen.













