(openPR) Namhafte Referenten bei der dritten Tagung der Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung am 18. und 19. September im Gustav Heinemann Haus, Bonn befassen sich mit den neuesten Erkenntissen für die Arbeitswelt von morgen. Außerdem findet im Rahmen der Veranstaltung erstmalig die Verleihung des Innovationspreises „Altern und Arbeit“ 2008 statt.
Ein älterer Herr, der am PC vor einer Excel-Tabelle brütet? Eine 60-Jährige, die gerade per Kreditkarte im Online-Shop bezahlt? Solche und ähnliche Szenarien werden wohl in Zukunft keine Seltenheit mehr sein. Aufgrund des demographischen Wandels wird der Altersdurchschnitt in der Arbeitswelt immer höher. Außerdem ist die Rente mit 67 laut Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) nicht mehr verhandelbar. Seiner Ansicht nach muss deshalb altersgerechtes Arbeiten möglich gemacht werden, wie er in einem Interview mit Welt Online vom 5. Juli bekräftigte. Denn die Zahl der Erwerbstätigen wird hierzulande sinken. Daher wird jeder Arbeitnehmer gebraucht.
Unternehmen müssen sich deshalb spätestens jetzt die Frage stellen, wie sie ältere Arbeitnehmer motivieren und dafür sorgen können, dass diese sich bis zu ihrem Renteneintritt auch tatsächlich aktiv in die Arbeitsabläufe einbringen. Dem zu Grunde liegt die Frage: Wie entwickelt sich die geistige Leistungsfähigkeit im Alter und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Gestaltung von alters- und alternsgerechter Arbeit? Denn die moderne Arbeitswelt ist geprägt von Tempo und Dynamik. Das verlangt den geistigen Fähigkeiten der Arbeitnehmer immer mehr ab.
Hochkarätige Referenten aus dem Bereich der Alters- und Alternsforschung, wie beispielsweise Prof. Dr. Michael Falkenstein von der Universität Dortmund, Prof. Dr. Manfred Becker von der Universität Halle-Wittenberg oder Prof. Dr. Christian Roßnagel von der International University Bremen, sprechen bei der dritten Tagung der Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung zum Thema 'Kognition, Motivation und Lernen älterer Arbeitnehmer'. Die Veranstaltung geht dabei in einem ersten Teil auf das Können – also die kognitive Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer – ein. Ein zweiter Teil beleuchtet das Wollen – die Motivation älterer Arbeitnehmer. Im dritten und letzten Teil informieren die Experten über das Befähigen – also über das Lernen und die Weiterbildung älterer Arbeitnehmer. Die Moderation übernimmt erneut Bettina Köster vom Deutschlandfunk.
Bekanntgabe des Innovationspreisträgers „Altern und Arbeit“
Die Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung schrieb in diesem Jahr erstmalig den Innovationspreis „Arbeit und Alter“ 2008 aus. Dieser ist mit 10.000 Euro dotiert. Nachwuchswissenschaftler aus den unterschiedlichsten Fachbereichen waren aufgerufen, ihre Arbeiten zur physischen, psychischen oder kognitiven Leistungsfähigkeit und letztlich dem Erhalt der Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer einzusenden. Aus den insgesamt 22 Zusendungen hat die sechsköpfige Jury – bestehend aus namhaften Experten in diesem Bereich – jetzt die beste Arbeit ausgewählt. Der Innovationspreis wird nun erstmals bei der diesjährigen Tagung der Stiftung verliehen. In diesem Rahmen stellt der Verfasser seine Arbeit der Öffentlichkeit vor.
Quelle: http://www.welt.de/politik/article2182197/Wie_Olaf_Scholz_die_Arbeitslosigkeit_senken_will.html
Weitere Informationen unter www.becker-stiftung.de











