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Ontario forscht an erstem nutzbaren Quantencomputer - 11,3 Millionen Euro für Entwicklung

31.07.200811:56 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Ontario forscht an erstem nutzbaren Quantencomputer - 11,3 Millionen Euro für Entwicklung
Neben seinen Aufgaben für Research in Motion (RIM) vertritt Mike Lazardis auch die University of Waterloo als ihr Kanzler. (Quelle: University of Waterloo)
Neben seinen Aufgaben für Research in Motion (RIM) vertritt Mike Lazardis auch die University of Waterloo als ihr Kanzler. (Quelle: University of Waterloo)

(openPR) Ontario, Juli 2008 – Heutige, auf Siliziumchips basierende Computer stoßen in absehbarer Zeit an ihre physikalischen Grenzen. Deshalb investiert Ontario – Kanadas wirtschaftlich bedeutendste Provinz – beträchtliche Summen in die Erforschung alternativer Technologien. Eines der spannendsten Projekte entsteht derzeit an der University of Waterloo. Premierminister Dalton McGuinty kündigte Anfang Juni an, dass die Provinz 11,3 Millionen Euro (rund 18 Mio. kan. Dollar) für den Aufbau des „Institute for Quantum Computing“ (IQC) bereitstellen werde. Die Forschungseinrichtung wird am neuen „Mike and Ophelia Lazardis Quantum-Nano-Centre“ der University of Waterloo beheimatet sein. An dessen Neubau beteiligt sich zudem das Ehepaar Lazardis mit 31,5 Millionen Euro (rund 50 Mio. kan. Dollar). Dies ist die bislang höchste Summe, die der Universität jemals von Privatpersonen gespendet wurde. Mike Lazardis ist Mitbegründer von Research in Motion (RIM) und baute sich mit der Entwicklung der Blackberry-Mobiltelefone einen Ruf als Pionier in der IT-Branche auf. Mit den Fördergeldern soll die technische Ausstattung für die anspruchsvollen Projekte am künftigen Institut angeschafft werden, um auf lange Sicht den ersten kommerziell nutzbaren Quantencomputer der Welt bauen zu können. Noch steckt die hierfür benötigte Technologie in den Kinderschuhen, weswegen aufwändige Grundlagenforschung betrieben werden muss. Heutige Computer rechnen mit binären Einheiten (Bits), die nur die Zustände 0 und 1 kennen. Die Recheneinheiten der Quantencomputer sind deutlich komplexer. Diese so genannten Qubits befinden sich in einem permanenten Zwischenzustand und kennen daher auch fließende Übergänge zwischen 0 und 1. Weil sich die Konstrukteure dieser neuen Rechengeneration bestimmte Quanteneffekte zu Nutze machen, werden künftig Rechenoperationen ermöglicht, die bisher als unlösbar galten. Abgesehen von einigen Prototypen und Laborversuchen gibt es heute jedoch noch keine einsatzbereiten Rechner dieses Typs. Deshalb wurde der Ort für die Ansiedlung des IQC sehr sorgfältig gewählt: Das „Mike and Ophelia Lazardis Quantum-Nano-Centre“ wird ein weltweit einmaliger Forschungskomplex werden, an dem sowohl Grundlagenforschung für Quantenphysik als auch Nanotechnologie betrieben wird. Die Entwickler am IQC erhalten dadurch Zugriff auf einen wertvollen neuen Kompetenz-Cluster Ontarios, mit dessen Hilfe sie die notwendigen Erkenntnisse für den Bau des Quantencomputers sammeln werden. „Wir können uns heute eine Welt ohne Computer nicht mehr vorstellen“, erklärt Ontarios Premier McQuinty. „Mit dem IQC stellen wir sicher, dass Ontario maßgeblich an der Weiterentwicklung der Rechnertechnik beteiligt ist.“ „Dieses neue Projekt wird hochqualifizierte Fachkräfte nach Ontario bringen und dazu beitragen, zukunftssichere Jobs zu schaffen“, ergänzt John Wilkinson, Ontarios Minister für Forschung und Innovation.

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