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Der „Segen“ der Gesundheitsreform

Bild: Der „Segen“ der Gesundheitsreform

(openPR) Dass das deutsche Krankenversicherungssystem seit etlichen Jahren reformbedürftig ist, gilt schon lange nicht mehr als Geheimnis. Dass die gesetzlichen Krankenkassen mit den steigenden Kosten für Arzneimitteln, Behandlungen sowie Krankenhäusern zu kämpfen haben und die demografische Entwicklung für die Zukunft weitere schmerzhafte Leistungskürzungen und Beitragserhöhungen bedeuten wird, dürfte ebenfalls einleuchten.



Inwieweit die Reform der Krankenversicherung zum 01.01.2009 wirklich eine langfristige Verbesserung der Situation liefern wird, bleibt hingegen immer noch fraglich. Sicher ist aber, dass die meisten Bundesbürger deutlich mehr zahlen müssen als bislang. Während jedes Kassenmitglied heute noch zwischen günstigen und teuren Krankenkassen wählen kann, wird im kommenden Jahr ein Einheitsbeitragssatz festgelegt. Dass dieser Einheitsbeitragssatz bei rund 15,5 Prozent (und damit mehr als drei Prozent teurer als die derzeit günstigsten Kassen) liegen könnte, wurde von der Politik mehr als deutlich zurückgewiesen, schließlich wird dieser Beitragssatz erst (voraussichtlich) am 1. November von der Bundesregierung festgelegt. Inzwischen mehren sich allerdings die Stimmen, dass sich der Einheitssatz inklusive des umstrittenen Gesundheitsfonds wohl doch nahezu an die 16%-Marke anzunähern scheint.

Welche Möglichkeiten bleiben den Millionen Versicherten denn, diesen staatlichen Preisanstieg auszuweichen? Einen Wechsel in eine günstigere Kasse wird es im kommenden Jahr vorerst nicht mehr geben, da alle gesetzlichen Krankenkassen den gleichen staatlich festgelegten Beitragssatz haben werden. Ausnahmen nach oben sind allerdings möglich, sollte eine Kasse auch mit dem recht hohen Einheitsbeitragssatz nicht auskommen. Ein jetziger Wechsel zu einer günstigen Kasse würde zwar für die letzten Monate dieses Jahres eine Einsparung bedeuten, hat aber den Nachteil, dass man sich damit wieder für 18 Monate an seine Krankenkasse binden würde. Eine Wechselmöglichkeit im neuen Jahr, mit möglichen neuen Angeboten einzelner Kassen, würde damit für längere Zeit unmöglich und ist daher in der jetzigen Situation meist auch nicht zu empfehlen.

Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist für die Mehrheit der Angestellten ohnehin nicht möglich, nur Besserverdienende oder Beamte dürfen unter bestimmten Voraussetzungen in die PKV wechseln. Viele freiwillig Versicherte allerdings - wie etwa Selbständige, Freiberufler oder eben Angestellte mit einem Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze - sollten sich möglichst zeitnah über die Konditionen privater Krankenversicherer informieren. Auch für bereits privat krankenversicherte Personen kann ein Preis-Leistungs-Vergleich in diesem Jahr noch sehr sinnvoll sein. Die Bundesregierung hat mit der Einführung des Basistarifs und der Übertragung von Alterungsrückstellungen bei einem Versicherungswechsel in der privaten Krankenversicherung für eine neue Ausgangslage geschaffen. Diese Vorschriften werden zum 01.01.2009 umgesetzt, haben jedoch ebenfalls Auswirkungen auf die Beiträge: Etliche private Krankenversicherer werden die Tarife für Neukunden ab dem kommenden Jahr deutlich nach oben anpassen. Beitragssteigerungen von 15% werden kein Einzelfall sein, um die Kosten der Gesundheitsreform finanzieren zu können. Die meisten Gesellschaften werden diese Preiserhöhung allerdings nicht für ihre Bestandskunden durchführen. Diplom-Ökonom Karsten Werksnies: „Wer freiwillig gesetzlich krankenversichert ist, sollte sich schleunigst über die Möglichkeit eines Wechsels in die private Krankenversicherung informieren. Die PKV passt nicht für Jeden, aber wer ohnehin über einen Wechsel nachgedacht hat, sollte sich umgehend beraten lassen. Wer erst im kommenden Jahr zu einer privaten Krankenversicherung wechseln will, wird in den meisten Fällen deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen.“

Inwieweit die private Krankenversicherung eine Alternative darstellt, hängt von der Familienplanung, dem Gesundheitszustand und auch dem Eintrittsalter ab. „Die Entscheidung für eine private Krankenversicherung sollte wohl überlegt sein. Entscheidend ist aber auch die Wahl eines langfristig guten und erfahrenen Anbieters. Jeder Interessent sollte sich unabhängig beraten lassen, um einen guten und möglichst auch in den nächsten Jahren noch günstigen Tarif zu finden.“

Weitere Informationen zur Privaten Krankenversicherung sowie die Möglichkeit einer Anforderung einer Vergleichsberechnung finden Sie auf der Internetseite www.pkv.young-insurance.de .

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