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Flugangst - Betäubt aber nicht befreit

13.07.200822:20 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Erster Flug trotz Flugangst nach Atlanta
Es war im Oktober 2004: Frank Zettel, 35 (Name geändert) hat seinen ersten Flug vor sich. Von Frankfurt soll es nach Atlanta (USA) und weiter nach Las Vegas gehen.
Frank Zettel hat Flugangst, obwohl er noch nie geflogen ist. Er ist zwar nun kurz vor dem Einsteigen etwas angespannt, aber richtig Angst hat er in diesen Moment nicht.


Auf dem Weg zur Startbahn steigt sein Puls deutlich, er sucht den Blickkontakt zu den Stewardessen um sich zu beruhigen. Frank Zettel sitzt ganz hinten links in einer Boeing 777, dem Flugzeug mit den größten und stärksten Triebwerken im zivilen Flugverkehr. Das macht sich nun, wo das Flugzeug beschleunigt bemerkbar: Die Triebwerke sind laut, das Flugzeug vibriert. Frank Zettel klammert sich am Vordersitz fest, kurz darauf hebt das Flugzeug ab und geht sogleich in eine leichte Linkskurve.
Frank Zettel hat inzwischen Panik und bricht in Tränen aus, während dem Steigflug löst er seinen Gurt und sucht die nächste Stewardess auf, die in versucht zu beruhigen. In den folgenden 8 Stunden wird Sie sein ständiger Begleiter sein. Als erstes wird Frank Zettel umgesetzt auf Flügelhöhe. Für Flugängstliche ist der schlimmste Platz hinten im Flugzeug, da man da jede kleine Bewegung wahrnimmt, während auf Flügelhöhe die Achse des Flugzeuges ist. Auch der Pilot schaut vorbei und versucht beruhigend zu wirken. Tatsächlich wird es mit Fortdauer des Fluges auch einiges besser. Frank Zettel macht sich jetzt bereits Gedanken wie er ohne fliegen von Atlanta nach Las Vegas kommt und vor allen Dingen wieder zurück nach Deutschland. Mit der Landung in Atlanta lösen sich erst mal alle Anspannungen. Von der Crew bekommt er noch ein Zertifikat für seinen erfolgreichen Erstflug, worauf alle von der Crew unterschrieben haben. Eine nette Geste.

Anschlussflug nach Las Vegas
Nach der Immigration und dem Weiterleiten des Gepäcks ging es zum Gate für den Anschlussflug. Bereits im Vorab wurde ihm mitgeteilt das es sich um eine kleinere Maschine handelt, was zur Folge hätte das man die Turbulenzen mehr spürt. Beim Einsteigen teilte Frank Zettel der Crew mit das er Flugangst hat um diese für Eventualitäten vorzubereiten. Dann der Start: Völlig unspektakulär. Viel leiser als beim Erstflug, selbst der Flug selber lief einigermaßen entspannt. Frank Zettel legte sich sogar hin, da das Flugzeug nicht ausgebucht war, stelle dies kein Problem da.
Dann die Landung in Las Vegas. Eine Nachtlandung in Las Vegas lenkt sehr gut vor Ängsten auch Flugängste ab, der Anblick ist einfach atemberaubend. nach der Landung ist Frank Zettel froh die Flüge Vorerst hinter sich zu haben und freut sich auf den 10tägigen Aufenthalt in Las Vegas.

Rückflug nach Atlanta
Bereits 3 Tage vor dem Rückflug steigt die Angst wieder auf. Ein Besuch in der Apotheke um ein Beruhigungsmittel für den Rückflug zu besorgen ist die Folge.
Am Abflugtag ist die Anspannung enorm, Frank Zettel muss an den Start in Frankfurt denken. Eine Stunde vor dem Abflug nimmt er die doppelte Dosis zu sich - ohne Wirkung. Im Flugzeug wird ein Arzt ausgerufen, welcher ihm nun 2 Valium-Tabletten verabreicht, ebenfalls ohne Wirkung. Völlig aufgelöst landet Frank Zettel schließlich in Atlanta und verweigert den Weiterflug nach Frankfurt. Frank Zettel ist sich sicher: Das Flugzeug stürzt ab. (was aber nicht der Fall war)

Betäubt aber nicht befreit
Er will das Krankenhaus aufsuchen um sich sprichwörtlich betäuben zu lassen. Das Krankenhaus am Airport Atlanta hat aber um diese Uhrzeit (20 Uhr) schon geschlossen. Schnell wird noch ein Zimmer in einem Motel gesucht. Frank Zettel ist gelöst und kann durchatmen, da er heute nicht mehr fliegen muss.
Am nächsten Tag wird das Problem im Krankenhaus vorgetragen, worauf Frank Zettel gründlich untersucht wird. Danach erhält er ein Angstlösendes Medikament, welches er 1 Stunde vor dem Start nehmen soll. Tatsächlich hatte das Medikament zumindest die Wirkung das Frank Zettel das Flugzeug besteigt. Nach dem Anschnallen nimmt er noch eine weitere Tablette. Kurz darauf schläft er ein. Weder die Startphase noch vom Flug selber bekommt er wirklich was mit. Nach der Landung in Frankfurt kann er sich an rund 5 Minuten des Fluges erinnern.

Die Angst ist geblieben
Was nicht verflogen ist, ist die Angst. Sie wurde zwar beiseite geschoben aber nicht mal im Ansatz reduziert. Die Hauptursache bei Frank Zettel war einfach die Unwissenheit über die Technik und wie das Fliegen an sich funktioniert. In Deutschland haben rund 16% der Menschen Flugangst. Weitere 22% fühlen ein Unbehagen beim Fliegen. (Quelle: Allensbach) Für die betroffene bedeutet dies eine Einschränkung sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Die Gründe der Flugangst können aber vielfältig sein. Es gibt es verschiedene kostenpflichtige Angebote wie Seminare, Bücher, Therapien etc.. Auch das Internet bietet unendlich viele Informationen zu dem Thema. Leider muss man nach hilfreichen und vor allem den einzelnen dienlichen Beiträgen sehr lange suchen.
Frank Zettel hat seine Flugangst inzwischen soweit im Griff, dass die Angst auf ein erträgliches Maß reduziert ist. Er hat maßgeblich am neuen werbefreien Flugangst Portal und Forum „Treffpunkt Flugangst“ www.treffpunkt-flugangst.de mitgearbeitet, welches es sich zum Ziel gemacht Informationen über das Thema zu bündeln und für den Laien verständlich zu erklären.
Im angeschlossenen Forum besteht die Möglichkeit seine Fragen von Fachkräften beantworten zu lassen. Das Portal wird ständig erweitert und aktualisiert.
Weblink: www.treffpunkt-flugangst.de

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