(openPR) MCA-Geschäftsführer Hans Georg Witthohn über die Arbeit an den Kinofilmen "The Last Station" und "Mein Kampf"
Nach dem Dreh ist vor dem Dreh: Die Dreharbeiten für "The Last Station" mit Oscar-Preisträgerin Helen Mirren und Christopher Plummer in den Hauptrollen sind kaum vorbei, da kündigen sich die nächsten Großproduktionen bereits an. Die MCA stattete die erste komplette Hollywood-Produktion in Mitteldeutschland mit Fahrzeugen, Kameras, Licht- und Bühnenequipment aus und baute für die Innenaufnahmen in der media city leipzig die gesamte Studiodekoration. "Das war eine große Herausforderung für uns, die wir gut gemeistert haben", sagt MCA-Chef Hans Georg Witthohn und hat schon die nächsten Projekte im Blick.
Viele neue Projekte
Im MCA-Kalender sind die nächsten Dreharbeiten bereits groß angestrichen. Demnächst kommt Regisseur Michael Haneke für Innenaufnahmen zu seinem neuen Film "Das weiße Band" nach Leipzig. Die Hauptrollen spielen Ulrich Tukur und Susanne Lothar. Auch die Produzenten von "The Last Station" haben bereits einen neuen Film in der Planung. Für die Aufnahmen von "Black Death", einem Film über die Pest im Mittelalter, ist das Studio 3 bereits fest eingeplant. Zurzeit laufen außerdem Gespräche, um im nächsten Jahr die Studioaufnahmen für den Thriller "The Face" des Schmidtz Katze Filmkollektiv aus Halle ebenfalls in Leipzig zu realisieren.
Das Unternehmen, das sonst vor allem große Fernsehproduktionen ausstattet, wagte vor zwei Jahren den Schritt in den Filmbereich. Da habe es anfangs einige Skepsis gegeben, ob wir das können, sagt Hans Georg Witthohn. "Wir sind der kleinste Atelierbetrieb in Deutschland, aber der größte in Mitteldeutschland." Mit der Arbeit für "The Last Station" und den zeitgleichen Dreharbeiten in Zittau für den Film "Mein Kampf" nach dem Theaterstück von George Tabori mit Götz George in der Hauptrolle dürften die letzten Zweifel beseitigt sein. Die Kulissen in Zittau waren am Ende nicht mehr vom Original zu unterscheiden. "Die beiden Produktionen waren der Durchbruch für uns", sagt der MCA-Chef.
Hollywood in Leipzig
Das Flair der Hollywood-Produktion beflügelte auch die MCA-Handwerker, die in knapp zwei Wochen die Dekoration für die Innenaufnahmen fertig stellten. Dabei galt es, nicht nur den straffen Zeitplan einzuhalten, sondern auch eine Oscar-Gewinnerin zu überzeugen. Szenenbildnerin Patrizia von Brandenstein, die für die Ausstattung von "Amadeus" 1985 den Oscar erhielt, hatte am Anfang auch ihre Zweifel, ob die Leute von Bauleiter René Zetzschke ihre Vorstellungen umsetzen könnten. Bei der Abnahme kurz vor Drehbeginn im Studio 5 war sie dann hellauf begeistert.
Das Filmteam war 40 Tage lang in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen unterwegs. Sie seien an allen Drehorten "unglaublich positiv" und freundlich aufgenommen und unterstützt worden, sagten Chris Curling (Zephyr Films) und Jens Meurer (Egoli Tossel) nach dem Ende der Dreharbeiten. Der Film soll im Frühjahr 2009 ins Kino kommen. "Die ersten Muster, die wir gesichtet haben, sind fantastisch, und wir hören, dass in der Branche schon von Oscarpotenzial gemunkelt wird", so die beiden Produzenten.
Ausbildung stärken
Für die weitere Entwicklung will Hans Georg Witthohn nichts dem Zufall überlassen. Künftig will er die Ausbildung von jungen Nachwuchskräften verstärken und zwei zusätzliche Lehrstellen für die Ausbildungsberufe zum Holzmechaniker und Veranstaltungstechniker schaffen. Das Wichtigste in der Filmbranche sei jedoch Vertrauen. Und das braucht Zeit und einen guten Kalender. "Du musst immer an alle Hochzeits- und Geburtstage denken", sagt Hans Georg Witthohn.
Link: http://www.drefa.de/the-last-station.html


