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Getreideläger sind kein Preisinstrument

08.07.200815:57 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
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(openPR) VDM warnt vor negativen Effekten der G 8-Pläne zur Getreideeinlagerung

Die Einlagerung von Getreide zum jetzigen Zeitpunkt nach Vorbild der Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IAEA) stößt beim Verband Deutscher Mühlen e.V. (VDM), Bonn, auf Kritik: „Wird wie beabsichtigt Getreide von den G 8-Staaten eingelagert, führt dies zu einer weiteren Verknappung der weltweiten Bestände und damit angesichts der niedrigen Vorräte zu Preissteigerungen“, erklärt VDM-Geschäftsführer Manfred Weizbauer. Im Vorfeld des derzeit im japanischen Tokayo tagenden G 8-Gipfels war bekannt geworden, dass sich Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Russland, USA und Kanada in einer Abschlusserklärung darauf einigen wollen, in jedem Land eine bestimmte Menge an Getreide vorzuhalten. Auf diese Weise wollen die Regierungen bei künftigen Preiskrisen marktregulierend eingreifen.

„Mit größeren Vorräten starke Preisschwankungen am Markt für Nahrungsmittel zu verhindern, hat schon bei den EU-Interventionspreisen nicht funktioniert“, bezieht Weizbauer Stellung. Andererseits begrüßt es der VDM, dass die steigenden Lebensmittelpreise eines der wichtigsten Themen beim diesjährigen Tref-fen der führenden Wirtschaftsnationen sind: „Lange Jahre wurde die Bedeutung von Lebensmitteln unter-schätzt. Die Preise waren entsprechend niedrig. Momentan erfahren wichtige Güter des täglichen Be-darfs die Bedeutung, die sie verdienen.“ Gegen den Anstieg der Getreidepreise kann ein vergrößerter Lagerbestand nichts ausrichten – über die Verknappung und die daraus resultierende höhere Nachfrage könnten im Gegenteil die Preise zusätzlich steigen. Sinnvoller als die Einlagerung von Getreide ist nach Ansicht des VDM die Vorratshaltung von weiterverarbeiteten Nahrungsmitteln wie Mehl. Damit ließen sich entstehende Versorgungsengpässe, etwa bei zunehmender Nutzungskonkurrenz um Getreide für Nah-rungsmittel- oder Energiezwecke, abfedern. Getreideläger als Preisinstrumente zu etablieren, ist hinge-gen nicht sinnvoll. Auch allzu positive Erwartungen hinsichtlich der diesjährigen Getreideernte teilt der VDM nicht. Für 2008 rechnen die Vertreter des Mühlengewerbes mit einer zehn Prozent höheren deut-schen Getreideernte als 2007, dies entspräche rund 45 Mio. Tonnen. „Die internationale Nachfrage nach Getreide ist aber sehr schwer abzuschätzen und für Aussagen über die Qualität ist es noch viel zu früh“, so Weizbauer.

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