openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Ecuador verletzt die Rechte von politischen Gefangenen

01.07.200813:34 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Ecuador verletzt die Rechte von politischen Gefangenen
Ecuador. Guadalupe Llori, die charismatische Führungsfigur der gewaltfreien Indio-Partei Phachakutik, seit Dezember 2007 widerrechtlich in Haft. Bild: humanrightsfoundation.org
Ecuador. Guadalupe Llori, die charismatische Führungsfigur der gewaltfreien Indio-Partei Phachakutik, seit Dezember 2007 widerrechtlich in Haft. Bild: humanrightsfoundation.org

(openPR) Der inhaftierten Präfektin Guadalupe Llori wird das Besuchsrecht verweigert

Quito – Frankfurt am Main (1.Juli 2008) - Der Präfektin der Provinz Orellana in Ecuador, Guadalupe Llori, die aus politischen Gründen inhaftiert ist, wurde am vergangenen Freitag aus unersichtlichen Gründen das Besuchsrecht verweigert. Monica Llori, die Schwester von Guadalupe, informierte darüber am Samstag die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Llori befindet sich seit dem 7. Dezember 2007 widerrechtlich in Haft, erst wurde ihr "Terrorismus", dann "Veruntreuung" vorgeworfen. Die IGFM fordert Präsident Correa und die ecuadorianischen Behörden auf, internationale Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen und die ecuadorianische Gesetzgebung zu befolgen. Keine Person dürfe willkürlich und illegal aus politischen Gründen in Gewahrsam gehalten werden, so Martin Lessenthin, Vorstandssprecher IGFM.



Angeblich war die Zelle von Guadalupe Llori am Freitag von Wachleuten des El Inca Frauengefängnisses in Quito durchsucht worden. Dabei wurden einige ihrer persönlichen Habseligkeiten, darunter ein Mobiltelefon, beschlagnahmt. Dieses Mobiltelefon war für Frau Llori die einzige Möglichkeit, mit ihren Verwandten (Familienangehörigen) in ihrer Heimatprovinz Orellana zu kommunizieren, die etwa sechs Stunden Autofahrt entfernt wohnen.

Guadalupe Llori, die charismatische Führungsfigur der gewaltfreien Indio-Partei Phachakutik, wurde im Dezember 2007 mit 22 weiteren Personen vom Militär verhaftet. Sie sollten für die Proteste der Dorfbevölkerung im Amazonas-Gebiet gegen die Umweltschäden der Ölindustrie verantwortlich gemacht werden. Das Büro des ecuadorianischen Generalstaatsanwaltes konnte aber keine überzeugenden Beweise für die Anklagen gegen Llori vorlegen. Die anfängliche Beschuldigung des "Terrorismus" - Kritik an der Indio-Politik des Präsidenten Correa - wurde von der Verfassungsgebenden Versammlung wegen Mangels an Beweisen fallengelassen. Guadalupe Llori und die übrigen Beschuldigten wurden am 14. März 2008 amnestiert und alle - bis auf Llori - kamen frei, berichtet die IGFM.

Erst Vorwurf des Terrorismus, dann der Veruntreuung

Nachdem das Büro des Generalstaatsanwaltes nicht die nötigen Beweise gegen Llori vorbringen konnte, um ihre falsche Terrorismusanklage aufrecht zu erhalten, präsentierten es Ende Dezember 2007 und Anfang Januar 2008 eine neue Anklage wegen "Veruntreuung", um so die oppositionelle Präfektin Llori in Haft behalten zu können. Auf diese Weise würde sie ihr Amt verlieren, in das sie demokratisch gewählt worden war. Die neuerliche Anklage basiert auf einer unabhängigen routinemäßig durchgeführten Wirtschaftsprüfung, welche per Gesetz bei Beamten des öffentlichen Dienstes durchzuführen ist. Jedoch wurde bei keiner dieser Wirtschaftsprüfungen festgestellt, dass Präfektin Llori sich der Unterschlagung schuldig gemacht hätte.

Des weiteren betont die IGFM, dass Art. 3 des Noterlasses 770, der von Präsident Correa angeordnet wurde, um den Protesten in der Urwaldprovinz entgegenzutreten, und die in Kraft waren, als Präfektin Llori in Haft genommen wurde, ausdrücklich die Inhaftierung oder die Ausbürgerung einer Person an einen Ort außerhalb seines gewöhnlichen Wohnsitzes verbietet. "Da jede Person das Recht hat, als unschuldig angesehen zu werden, bis ihr eine Schuld nachgewiesen wird, und aufgrund des offenkundigen Mangels an glaubwürdigen Beweisen, die bis heute nicht gegen Präfektin Llori vorgebracht worden sind, fordert die IGFM die sofortige Freilassung der vom Volk gewählten Präfektin", so IGFM-Sprecher Lessenthin.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 223470
 112

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Ecuador verletzt die Rechte von politischen Gefangenen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)

Bild: SR Vietnam: Sechs Katholiken und drei Oppositionelle verurteiltBild: SR Vietnam: Sechs Katholiken und drei Oppositionelle verurteilt
SR Vietnam: Sechs Katholiken und drei Oppositionelle verurteilt
IGFM: Insgesamt 23 Jahre Haft für drei Regimekritiker Cam Le / Frankfurt am Main (28. Oktober 2010) - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Zulassung der Verteidigung hat das vietnamesische Bezirksvolksgericht von Cam Le am 27. Oktober sechs Katholiken wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" zu Haftstrafen von 9 bis 12 Monaten verurteilt, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Sie hatten mit einer Trauerprozession gegen die Enteignung ihres Gemeindefriedhofs demonst-riert. Ferner hat das Volksgericht der…
Bild: Iran: Keine freie Lehre an iranischen Universitäten - Kritische Professoren werden inadäquat ersetztBild: Iran: Keine freie Lehre an iranischen Universitäten - Kritische Professoren werden inadäquat ersetzt
Iran: Keine freie Lehre an iranischen Universitäten - Kritische Professoren werden inadäquat ersetzt
Frankfurt am Main (21. Oktober 2010) - Die iranische Regierungspolitik unter Mahmud Ahmadinedschad schränkt die freie Bildung an iranischen Universitäten zunehmend ein. Dies berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt am Main. Verantwortlich für diese restriktive Bildungspolitik ist der Minister für Wissenschaft, Forschung und Technologie, Kamran Daneshjoo. Seine vielfältigen Maßnahmen zur Einschränkung der Hochschulen sollen alleine dem Zwecke dienen, den Einfluss der Regierung zu erweitern und stabilisie…

Das könnte Sie auch interessieren:

Kuba: Lafontaine soll für Freilassung der politischen Gefangenen eintreten
Kuba: Lafontaine soll für Freilassung der politischen Gefangenen eintreten
… nach Kuba zu reisen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hofft, dass es bei diesen Gesprächen nicht zuletzt um die Freilassung der politischen Gefangenen der Castro-Diktatur geht. Mit Blick auf die erst kürzlich stattgefun-dene Lateinamerikanische Bischofskonferenz in Havanna erläutert die IGFM weiter, dass die Gefangenen nicht …
Mit Correa auf dem aufsteigenden Ast
Mit Correa auf dem aufsteigenden Ast
Life Forestry berichtet über Waldwirtschaft in Ecuador (ddp direct) Stans (CH), 04.07.2013. Rafael Correas wirtschaftliche Erfolge sorgen seit Jahren für Schlagzeilen. Auch im Forstwirtschaftssektor des waldreichen Andenstaats kann sich die Bilanz des Präsidenten sehen lassen. Waldinvestoren bewerten Ecuador als einen der attraktivsten Standorte für …
Bild: Kuba / Dr. Molina - "Das war kein Gefallen, sondern ist ein elementares Recht"Bild: Kuba / Dr. Molina - "Das war kein Gefallen, sondern ist ein elementares Recht"
Kuba / Dr. Molina - "Das war kein Gefallen, sondern ist ein elementares Recht"
IGFM fordert die Freilassung politischer Gefangenen Frankfurt am Main (16. Juni 2009) – Die Ausreise der kubanischen Dissidentin Dr. Hilda Molina ist laut Martin Lessenthin, dem Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), lediglich eine Geste. Ihr müssten jetzt echte Schritte zur Wahrung der Menschenrechte folgen. "Es …
Das \"Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie\" veröffentlicht einen neuen Gefangenenreport
Das \"Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie\" veröffentlicht einen neuen Gefangenenreport
Das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD), Dharamsala, veröffentlichte kürzlich seinen neuesten Gefangenenreport. Der Bericht, der am 23. März 2007 bei einer Randveranstaltung im Rahmen der 4. Sitzung des Menschenrechtsrats in Genf vorgestellt wurde, beleuchtet, welch tragische Folgen es für die Tibeter hat, wenn sie ihre grundlegenden …
Annahme verweigert - Chinesische Botschaft ignoriert 10.000 Stimmen für politischen Gefangenen
Annahme verweigert - Chinesische Botschaft ignoriert 10.000 Stimmen für politischen Gefangenen
Berlin, 18.03.2009 – Die chinesische Botschaft hat am heutigen internationalen Aktionstag des politischen Gefangenen die Annahme einer Petition zur Freilassung des tibetischen Filmemachers Dhondup Wangchen verweigert. Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) und der Verein der Tibeter in Deutschland e.V. (VTD) hatten über 10.000 Unterschriften gesammelt, …
Bild: Venezuela - Nicht von Chávez’ Menschenrechtsverletzungen ablenken lassenBild: Venezuela - Nicht von Chávez’ Menschenrechtsverletzungen ablenken lassen
Venezuela - Nicht von Chávez’ Menschenrechtsverletzungen ablenken lassen
… Oberleutnant José Quintero Aguilar beim Verhör eine Plastiktüte über den Kopf gezogen worden. Anschließend sei er geschlagen worden. Des weiteren wird davon berichtet, dass die Gefangenen an Handschellen an Haken gehängt, mit Knüppeln geschlagen und ihnen flüssige Substanzen durch Sonden in die Genitalien zwangsinjiziert würden. Weitere Fälle sind der IGFM …
Atlas Minerals Inc. legt ein Update vor
Atlas Minerals Inc. legt ein Update vor
… Inc. ("die Gesellschaft" oder "Atlas") (TSX VENTURE:AMR) möchte der Öffentlichkeit das folgende Update vorlegen: Am 18. April 2008 hat die verfassungsgebende Versammlung von Ecuador einem Bergbaumandat zugestimmt, das neben anderen Folgen auch, Bergbauaktivitäten für 180 Tage aussetzte, und festgestellt, dass es die Obliegenheit des Ministeriums für …
Bild: Das Klima-Bündnis zum Weltumwelttag am 5. Juni 2011Bild: Das Klima-Bündnis zum Weltumwelttag am 5. Juni 2011
Das Klima-Bündnis zum Weltumwelttag am 5. Juni 2011
„Buen vivir“ und das gute Recht der Mutter Erde auf UnversehrtheitEcuador ist bereit, auf die Förderung von Erdöl im Gebiet von Yasuní zu verzichten, wenn die internationale Staatengemeinschaft einen finanziellen Ausgleich leistet. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat dem Projekt eine Absage erteilt: Deutschland beteiligt sich nicht am Yasuní-Fonds …
Bild: Kuba: Leere Worte – volle GefängnisseBild: Kuba: Leere Worte – volle Gefängnisse
Kuba: Leere Worte – volle Gefängnisse
… Berlin zur Überwindung der Zensur auf Kuba erklärte IGFM Vorstandssprecher Martin Lessenthin: „Die kubanische Regierung sollte besser schon heute die rund 300 politischen Gefangenen freilassen, als vage Absichtserklärungen für die Zukunft abzugeben“. Am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, erklärte Kubas Außenminister Felipe Pérez Roque in Havanna, …
Bild: Kuba - Bürgerrechtler Antúnez nach 25 Tagen Hungerstreik im KrankenhausBild: Kuba - Bürgerrechtler Antúnez nach 25 Tagen Hungerstreik im Krankenhaus
Kuba - Bürgerrechtler Antúnez nach 25 Tagen Hungerstreik im Krankenhaus
… Krankenhaus von Placetas eingeliefert, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Mit seinem Hungerstreik setzt sich Antúnez für menschenwürdige Haftbedingungen der politischen Gefangenen ein. Der Bürgerrechtler verliert inzwischen häufig das Bewusstsein und leidet unter Krampfanfällen als Folge des Hungerstreiks, in dem er sich seit …
Sie lesen gerade: Ecuador verletzt die Rechte von politischen Gefangenen